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Take me home tonight



by: Honesty
Hauptpersonen: Kelly, Bill, Tom, Gustav, Georg, Saki (Achtung: Letzterer fungiert in diesre Story als Manager und Bodyguard!)
Disclaimer: Alle lebenden Personen und bekannten Markennamen gehören nicht der Autorin.
Claimer: Alle neu erfundenen Personen und Namen sind Eigentum der Autorin.
Bemerkung: Die Story ist vollkommen von Rechtschreibfehlern usw. befreit ;-). Und mich (Rebbi) hat das einige Stunden Freizeit gekostet *lach*. (Sorry, musste sein^^, war echt viel Arbeit.)
Inhaltsangabe: Die Jungs von Tokio Hotel sind mitten auf dem Höhepunkt ihrer Karriere, als Bill öfter merkwürdige Dinge passieren und er letztendlich eine erschütternde Diagnose bekommt. Doch er schwört sich, das alles hinter sich zu bringen, erfolgreich. Ob er das schaffen wird? Und was diese Diagnose noch so alles in seinem Leben bewirkt? Liebe oder...?




Kapitel 1


Bill wird durch ein lautes Klopfen an seiner Zimmertür wach. Zuerst realisiert er nicht, woher der Krach kommt, doch als es ein zweites Mal klopft, steht er auf und öffnet verschlafen die Hotelzimmertür.

Sofort stürmt ein sauer dreinblickender Saki ins Zimmer: „Verdammt, Bill! Du solltest schon vor fast 15 Minuten unten sein.“ Jetzt erst sieht Saki, dass noch all die Sachen von Bill im Zimmer rum liegen. „Du hast ja noch nicht einmal gepackt. Mensch, Bill, in knapp einer Stunde geht unser Flug und der Flughafen ist nicht gerade um die Ecke.“ Bill schaut sich unsicher im Zimmer um: „Scheiße, ich habe verschlafen.“ „Das ist mir scheißegal. Sieh zu, dass du fertig wirst. In zehn Minuten fertig und mit Gepäck unten.“ Und schon ist Saki wieder aus dem Zimmer verschwunden. Bill schüttelt kurz den Kopf und schnappt sich dann ein paar Klamotten, um damit ins Bad zu verschwinden.

Als er drei Minuten später wieder herauskommt, sieht er wie Tom gerade seinen Koffer packt. Als dieser ihn kommen hört, dreht er sich um und bekommt einen Schrecken. Sein Zwillingsbruder sieht aus wie eine Leiche. Total weiß im Gesicht und ziemliche Augenringe: „Gott, Bill! Du siehst aus wie eine Leiche. Ich dachte, du bist gestern sofort ins Bett gegangen.“ Bill nickt: „Bin ich ja auch.“ Tom schaut etwas skeptisch, packt dann aber zusammen mit Bill weiter und tatsächlich, zehn Minuten später stehen die beiden fertig in der Lobby.

„Da seit ihr ja. Mann, Bill, du siehst ja frisch aus. Muss ich ja schon sagen“, witzelt Georg und bekommt dafür einen bösen Blick von Bill und auch Tom schüttelt nur den Kopf. Da kommt Saki angerannt: „Da bist du ja. Los beeilt euch. Wir müssen zusehen, dass wir zum Flughafen kommen.“ Schon nimmt er Bill sein Gepäck ab und verstaut es als Letztes im Kofferraum. Dann steigen sie schnell ein und fahren los. Sie sind gerade fünf Minuten unterwegs, als Bill auch schon wieder eingeschlafen ist.

„Gustav liegt die Decke von gestern Abend noch da vorne?“, fragt Tom ihn. Gustav nickt und reicht ihm eine Decke. Tom breitet sie aus und deckt seinen Bruder dann damit zu. „Saki, das geht so nicht weiter. Wir brauchen echt so endlich mal ein paar Wochen Urlaub. Schau’ dir Bill mal bitte an. Der ist total erschöpft und macht keine Woche mehr mit. Das kann ich dir versprechen!“, sagt Gustav und schaut dabei immer wieder abwechselnd von Bill zu Saki, der fährt. Dieser schaut jetzt in den Rückspiegel erst zu Gustav und dann zu Bill, der total erschöpft eingeschlafen ist.

„Ja, ich weiß. Aber was soll ich denn machen? Ich habe, ohne dass mit euch abgesprochen zu haben, bei dem Management angefragt wegen Urlaub. Wurde jedoch abgelehnt mit der Begründung, dass im November die neue Single rauskommen soll. Bis dahin müssten wir dann noch das Video drehen und etliche Promotermine absolvieren. Ich kann da nix machen. Tut mir echt Leid, Jungs.“ „Wie? Und so was wird nicht mit uns abgesprochen? Saki, du kannst denen ausrichten, dass die das vergessen können. Wir werden jetzt erst einmal Urlaub machen. Verdammt, das ist mein Bruder. Ich mache mir echt Sorgen um ihn!“, flucht Tom.

„Tom hat Recht, Saki. Dann sollen die sich irgendetwas einfallen lassen wegen dem Video. aber wir brauchen jetzt echt erst einmal ein paar Wochen Pause. Ansonsten kann es echt sein, dass wir alle danach richtig ausfallen. Und darauf habe ich keine Lust“, pflichtet jetzt auch Georg bei. Saki seufzt: „Ich weiß. Ich werde noch einmal mit denen reden okay?“ „Versprochen?“, hackt Tom nach. Jetzt lächelt Saki leicht: „Hoch und heilig!“ Dann ist auch erst einmal wieder ruhig im Auto und alle entspannen noch etwas, ehe sie circa dreißig Minuten später am Flughafen ankommen.

Sofort legen sie ihr Gepäck auf den Gepäckwagen und dieser wird reingebracht. „Bill..., hey! Aufwachen!“, versucht Saki ihn sanft zu wecken, doch Bill schläft so tief und fest, dass Saki keine Chance hat, ihn wach zu bekommen. „Na, komm’!“, sagt er schließlich und versucht ihn so aus dem Auto heraus zu bekommen. Als er dies geschafft hat, nimmt er ihn auf den Arm und trägt ihn rein. In der Flughalle angekommen, warten bereits ein paar Fans, doch die Jungs haben absolut keine Zeit mehr. „Sorry, Girls. Unser Flug geht in zehn Minuten. Wir müssen echt los“, entschuldigt Gustav die Jungs und sie winken den Fans noch einmal, ehe sie im Gate verschwinden.

Sie checken ein und können dann auch sofort ins Flugzeug einsteigen. Saki setzt Bill neben Tom, der am Fenster sitzt und seinen Bruder dann besorgt anschaut: „Saki..., bitte versuch’ alles, okay? Und wenn es nur zwei Wochen sind. Er hält das echt nicht mehr lange aus.“ „Ich weiß. Ich werde mein Möglichstes tun“, nickt Saki und setzt sich dann vor die beiden auf seinen Platz.


Kapitel 2


Ein paar Stunden später.
Sie sind vor knapp drei Stunden in Hamburg gelandet und jetzt im Studio, um weitere Songs für ihr neues Album aufzunehmen. „Komm’, Bill! Jetzt iss erst einmal was, Mensch! Du hast seit gestern Abend nichts mehr gegessen“, schimpft Bills Bruder und stellt Bill einen Teller mit Essen vor die Nase. Bill kräuselt die Nase: „Äh…“ „Nix äh. Tom hat Recht. Du musst was essen“, sagt auch Georg.

„Ja, ja, ist ja gut“, sagt Bill, verdreht die Augen und rückt näher an den Tisch, um anzufangen zu essen. Als er zu Ende gegessen hat – auch die anderen haben etwas gegessen –, sitzen sie noch etwas dort und unterhalten sich, bis Saki rein kommt. Er setzt sich und an seinem Gesicht erkennen die vier, dass etwas nicht stimmt. „Was ist los, Saki?“, fragt Bill. „Ich habe mit dem Management geredet. Wegen dem Urlaub.“ „Und? Was haben sie gesagt?“ „Sie meinten, dass wenn die Single draußen ist und gut läuft, könnt ihr danach einen Monat Urlaub haben, aber nicht jetzt.“ „Wollen die uns verarschen?“, fragt Gustav, der jetzt sauer wird.

„Hä? Welcher Urlaub?“, fragt Bill dazwischen, der von dem Ganzen ja noch gar nichts mitbekommen hat. „Wir haben Saki gesagt, dass wir jetzt erst einmal Urlaub haben wollen. Wir, und vor allem du, halten das nicht mehr lange aus“, sagt Tom. Bill verzieht sein Gesicht: „Und das beschließt ihr, ohne mit mir zu reden? Klasse! Vielen Dank!“ „Bill..., wir haben heute Morgen darüber geredet, als du total erschöpft im Auto eingepennt bist. Du bist doch total fertig und brauchst erst einmal eine Auszeit, Bill!“

“Ich brauche gar nichts. Mir geht es gut. Ich bin nur etwas müde, und? Das hat jeder mal!“, verteidigt Bill sich. „Klar und deswegen siehst du auch aus wie eine Leiche oder was? Verdammt, Bill..., merkst du eigentlich nicht, dass wir uns alle Sorgen um dich machen? Vor allem dein Bruder macht sich Sorgen. Ich glaube mal, dass er der Erste ist, der merkt, wenn etwas nicht mit dir stimmt“, versucht Saki die anderen und sich zu verteidigen. „Ach, ihr könnt mich mal!“, schimpft Bill und steht auf, um den Raum zu verlassen. Er steht gerade, da rennt er los, Richtung Toilette.

Sofort springt Tom auf und rennt seinem Bruder hinter her. Als er zur Toilette kommt, hört er, wie Bill sich übergibt. Sofort geht er in die Kabine rein und hockt sich neben Bill, um diesem beruhigend über den Rücken zu streicheln. Nachdem Bill fertig ist, setzt er sich mit dem Rücken an die Toilettenwand und schließt die Augen. „Geht es wieder?“, fragt Tom. Bill nickt nur und steht auf. Er spült sich den Mund kurz aus und öffnet dann die Tür zum Flur. Tom läuft hinter ihm, als Bill seine Beine plötzlich unter ihm wegsacken und er zu Boden fällt.


Kapitel 3


Gerade noch in letzter Sekunde kann Tom seinen Bruder auffangen und legt ihn vorsichtig zu Boden: „Bill…, hey..., sag’ doch was! Bitte! Mach’ hier keine Scheiße, ja!? Bill!“, schreit er den Tränen nahe, doch Bill liegt nur in Toms Armen und antwortet nicht. „Hilfe! SAKI!“, ruft Tom so laut, er kann. Er wartet, doch es kommt niemand. „GUSTAV! GEORG! HELFT MIR DOCH MAL! IRENDJEMAND! SAKI!“, schreit er noch einmal und da wir am Ende des Flurs eine Tür aufgerissen und Saki schaut heraus.

Sofort kommt er angerannt und hockt sich, gefolgt von Gustav und Georg, zu Tom und Bill. „Was ist passiert?“, fragt Gustav. „Ich weiß es nicht. Er hat sich übergeben und als er raus gehen wollte, ist er einfach zu Boden gefallen.“ Saki nimmt Bill auf den Arm und bringt ihn zum Sofa, das in dem Raum steht, in dem sie eben gegessen haben. Dort legt er ihn hin und haut ihm leicht auf die Wangen: „Hey, Kleiner! Bill !Aufwachen!“ Doch Bill reagiert nicht. „Gustav oder Georg..., ruft einen Krankenwagen. Er soll sofort kommen!“, bestimmt Saki und legt Bills Beine ein Stück hoch.

Währenddessen rennt Georg los zum Studiotelefon und ruft einen Krankenwagen. Als er wieder kommt, versucht Saki immer noch Bill wach zu kriegen. „Tom, hol’ mal bitte ein Handtuch oder etwas anderes und mach’ es leicht nass.“ Tom nickt und kommt wenig später mit einem feuchten Waschlappen wieder. Er reicht ihn Saki und dieser legt ihn Bill auf die Stirn und die Wangen: „Bill…, komm’ schon. Mach’ die Augen auf.“ „Da...! Er öffnet die Augen“, sagt Gustav da plötzlich und tatsächlich öffnet Bill langsam die Augen.

Verwirrt schaut er die vier, die über ihm gelehnt sind, an: „Was ist los?“, fragt er und will sich aufsetzen. Tom drückt ihn wieder runter: „Bleib’ liegen.“ „Gustav, gib mir das Handtuch!“, sagt Saki und greift nach dem Handtuch, welches Gustav ihm reicht. „Leg’ dich hin, Bill! Du hast Nasenbluten!“ Sofort legt Bill sich hin und Saki hält das Handtuch an Bills Nase. Da geht die Tür auf und zwei Sanitäter kommen mit einer Trage, gefolgt von einem Notarzt rein. Sofort gehen alle an die Seite und lassen die Notärztin zu Bill, der das Handtuch jetzt selber festhält. „Hallo! Was ist passiert?“

Bill zuckt nur die Schultern. Die Notärztin schaut Saki an, der auf Tom deutet: „Er war dabei, als es passiert ist.“ „Wir saßen hier, als er auf die Toilette gerannt ist und sich übergeben hat. Ich bin hinterher gerannt. Danach wollten wir wieder hier her gehen, doch dann ist er einfach so zusammengebrochen. Saki hat ihn dann hier aufs Sofa gelegt.“ Die Ärztin nickt: „Wie lange war er ohne Bewusstsein?“, fragt sie, während sie Bill seinen Puls untersucht. „So vielleicht fünf Minuten. Ich habe nicht genau auf die Uhr gesehen“, beantwortet Saki die Frage.

„Und seit wann hat er das Nasenbluten?“ „Das hat er gerade erst bekommen. ´N paar Sekunden, bevor sie reingekommen sind.“ Wieder nickt die Ärztin und untersucht Bill weiter. Dazwischen sagt sie immer wieder Sachen, die die anderen nicht verstehen, ein Sanitäter sich jedoch aufschreibt. „Gab es sonst irgendwelche Vorkommnisse in den letzten Tagen?“ „Ja..., er ist immer total übermüdet und nur schwer wach zu bekommen. Außerdem ist er seit gestern total blass und hat Augenringe, was vorher nie so war.“ „Okay, wir nehmen ihn mit ins Krankenhaus. Legt ihn bitte auf die Trage“, wendet sich die Frau jetzt an die beiden Sanitäter und geht zur Seite.

Die Sanitäter gehen mit der Trage zum Sofa und heben Bill auf die Trage. „Wer möchte mit fahren? Bruder oder Manager?“, fragt die Ärztin und schaut von Tom zu Saki, die sich beide erst mal etwas überrascht anschauen. „Ich weiß schon Bescheid. Meine Tochter ist Tokio Hotel-Fan“, grinst sie. „Ach so. Er fährt mit. Das ist vielleicht besser, wenn Bill seinen Bruder bei sich hat. Ich komme mit den anderen beiden nach“, so deutet Saki auf Tom, der nickt. „Gibt es hier einen anderen Eingang noch? Einen Seiteneingang oder Hinterausgang?“, fragt die Notärztin.

„Nein, gibt es nicht. Wieso?“, fragt Georg. „Draußen stehen Fans. Wäre vielleicht nicht so gut, wenn sie ihn so sehen.“ „Scheiße. Nein, gibt es nicht!“, flucht Saki. „Okay, das ist schlecht. Dann müssten wir uns so aufstellen, dass es keinen direkten Blick auf Bill gibt oder es wenigstens versuchen, dass wenig Blick auf ihn freigegeben ist.“ Sie dreht sich zu den Sanitätern um: „Wir gehen.“ Die Sanitäter heben die Trage mit Bill an und als Tom seinen Bruder ansieht, schießen ihm die Tränen in die Augen. Bill liegt auf der Trage, total weiß im Gesicht und ihm laufen stumm und leise Tränen über die Wangen: „Ich habe Angst, Tom!“, sagt er leise.

Sofort geht Tom zur Trage und nimmt Bills Hand: „Es wird alles gut. Heym du bist ein Kaulitz! Da geht immer alles glatt.“ Ein leichter Schein von einem Lächeln erscheint auf Bills Gesicht, verschwindet jedoch sofort wieder. „Gehen wir“, werden die beiden aus ihrer Welt zurück in die Realität geholt. Während sie runter gehen, hält Tom die ganze Zeit die Hand seines Zwillingsbruders. Saki geht als Erstes aus der Tür und drängt die Fans etwas nach hinten. Sofort läuft er dann zurück zur Tür und bildet mit Georg, Gustav und der Notärztin so eine Art Schutzschild, um den Blick auf Bill zu verhindern. Doch einige Fans schaffen es, einen Blick auf Bill zu erhaschen, und sind geschockt.

Sofort schreien sie durcheinander: „Oh, mein Gott, Bill!“ oder „Bill ist krank!“ und ähnliches. Die Trage wird in den Krankenwagen geschoben und jetzt können alle Fans den total erschöpften Bill sehen. Einige fangen an zu weinen und werden total hysterisch. Sie drängen sich weiter an den Krankenwagen heran, doch Saki stellt sich noch rechtzeitig vor die Fans, sodass sie nicht weiterkommen. Bill, der die ganze Zeit seine Augen geschlossen hatte, öffnet diese jetzt und dreht seinen Kopf, sodass er die Fans draußen ansehen kann. Wieder versucht er zu lächeln, was ihm einigermaßen gelingt.

Mit der freien Hand – die andere hält Tom noch immer in seiner Hand – winkt er den Fans. Er versucht es zumindest. Dann wird die Tür des Krankenwagens schon geschlossen und kurz darauf fahren sie los. Wieder beginnt Bill leise zu weinen. „Bill, es wird alles gut. Versprochen!“, versucht Tom ihn zu beruhigen. Bill schüttelt den Kopf: „Das war nicht das erste Mal, Tom. Ihr habt das nur nie mitbekommen, weil ich es vor euch verheimlicht habe.“ „Aber wieso, Bill? Du weißt doch, dass ich immer für dich da bin. Du bist doch mein Bruder. Ich liebe dich doch!“ Bill nickt: „Ich weiß“, und er schließt die Augen.

Wenig später ist er eingeschlafen. Als sie ein paar Minuten später im Krankenhaus ankommen, wird Bill sofort in die Notaufnahme gebracht. Dort wird er gründlich untersucht, während Tom draußen vor der Tür auf und ab läuft. Dann greift er zum Handy und ruft seine Mutter auf der Arbeit an. Bereits nach dreimal Klingeln geht sie ran:

Kapitel 4


„Ja?“ „Mama...?“, sagt Tom und fängt wieder an zu weinen. „Tom? Was ist los?“, fragt seine Mutter jetzt besorgt. „Mama, du musst sofort kommen. Bill...“, mehr kann er nicht sagen, weil er so weinen muss. „Tom…, Schatz…, was ist mit deinem Bruder?“, fragt sie, auch den Tränen nahe. „Er ist im Krankenhaus. Bitte, Mama, du musst kommen. Ich glaube, es ist was Schlimmeres.“ „Ich komme sofort, Schatz! Ich bin so schnell wie möglich da, okay? Ich beeile mich!“, und schon hat sie aufgelegt.

Tom hat gerade sein Handy weggepackt, als Saki, Gustav und Georg angerannt kommen. „Was ist mit ihm? Wie geht es ihm?“, fragt Gustav, total außer Atem. „Ich weiß es nicht. Sie sind rein mit ihm und haben seitdem nichts mehr gesagt“, zuckt Tom die Schultern. „Ich werde mal gerade beim Security-Dienst anrufen und paar Leute herbestellen“, sagt Saki und deutet auf ein paar Fans, die jetzt in der Krankenhaushalle stehen und sich suchend umschauen. Gerade, als Saki sein Handy wieder wegpackt, entdecken sie die vier.

Sie kommen angerannt und durchlöchern die vier mit Fragen wie: „Was ist mit Bill?“ oder „Ist er doll krank?“ Tom muss sich echt zusammenreißen, um die Fans nicht anzumeckern, und auch Saki ist kurz davor, dass ihm der Kragen platzt. „Verdammt!Wir wissen es selber nicht, aber es wäre schön, wenn ihr gehen könntet. Das geht euch nichts an!“, sagt Gustav da sauer und alle schauen ihn mit großen Augen an, weil sie das nicht von ihm erwartet hätten. „Gustav…! Slow down!“, versucht Georg ihn zu beruhigen und legt ihm eine Hand auf die Schulter. „Bestimmt nicht. Noch nicht einmal, wenn so etwas passiert, können sie auf Privatsphäre Rücksicht nehmen. Das kotzt mich echt an!“, meckert er und dreht sich um, um ein Stück wegzugehen.

Die Fans schauen sich an und gehen wieder weiter zurück in die Krankenhaushalle. „Na, also sie kapieren es doch. Auch wenn man etwas deutlicher werden muss“, sagt Gustav, als er das sieht. Da geht die Tür zur Notaufnahme auf und ein Arzt tritt heraus: „Sind sie hier wegen Bill Kaulitz?“, fragt er und schaut in die Runde. „Ja, er ist mein Bruder“, sagt Tom und schaut den Arzt erwartungsvoll an. „Wir haben ihn jetzt untersucht, können jedoch noch keine endgültige Prognose geben. Wir haben ihm jetzt erst einmal noch etwas Blut abgenommen und dieses sofort zur Untersuchung gebracht. Das Ergebnis bekommen wir dann in etwa einer Stunde. Wir bringen ihn jetzt erst einmal in sein Zimmer. Er schläft und wird dieses auch vorerst weiterhin tun. Ich gehe davon aus, seine Eltern sind informiert?“

„Mist. Mache ich gleich!“, flucht Saki. „Ich habe Mama schon angerufen. Sie ist schon unterwegs“, sagt Tom mit einem Blick auf Bill, der jetzt in einem Krankenhausbett herausgeschoben wird. Er schläft tatsächlich, hat aber schon wieder etwas mehr Farbe im Gesicht als noch zuvor im Studio. „Wenn Sie wollen, können Sie noch kurz zu ihm. Aber bitte nicht zu lange. Er braucht noch Ruhe. Sobald die Ergebnisse der Blutuntersuchung da sind, geben wir Ihnen Bescheid.“ Und schon ist der Arzt weg. Die vier folgen den Schwestern, die Bills Bett jetzt in das dafür vorgesehene Zimmer bringen. Dort schließen sie ihn an die Geräte an und kontrollieren alles, ehe sie leise das Zimmer verlassen.

Sofort setzt sich Tom zu Bill ans Bett und weicht auch nicht mehr von dessen Seite. Keiner sagt etwas, bis Bill sich plötzlich bewegt und unruhig wird. „Mum…, Tom“, murmelt er leise, doch Tom hat es gehört. „Hey, Bill! Ich bin hier“, sagt Tom und setzt sich jetzt neben Bill aufs Bett und nimmt seine Hand. Dieser öffnet langsam die Augen und schaut von Tom zu Saki, dann zu Gustav. Von da zu Georg und wieder zu Tom: „Mum...!“, ist das Einzige, was er sagt. „Mum kommt. Sie ist schon unterwegs“, beruhigt Tom seinen kleinen Bruder. Dieser schließt wieder die Augen und ist wenig später wieder eingeschlafen. Da klingelt Sakis Handy. Kurz darauf verschwindet er ohne ein Wort aus dem Zimmer und kommt zehn Minuten später wieder: „Die Securitys sind vor dem Zimmer, auf dem Gang und in der Krankenhaushalle verteilt und passen auf, dass keine Presse oder Fans herein kommt.“

Die drei nicken nur und schauen dann wieder zu Bill, der im Bett liegt und unruhig schläft. Eine knappe Stunde später öffnet sich die Tür und Bills und Toms Mutter kommt in den Raum. „Tom!“ Sofort springt Tom vom Bett auf und läuft auf seine Mum zu. Diese schließt ihn in die Arme, woraufhin Tom seine Tränen nur schwer zurückhält. Dann geht die Mutter zu Bill ans Bett. Sie setzt sich zu ihm und streicht ihm sanft über das Gesicht: „Bill…, Schatz!“, Bill jedoch reagiert nicht, sondern wälzt sich unruhig von einer Seite zur anderen wobei er immer wieder nach seiner Mutter oder seinem Bruder ruft.

Dann schlägt er die Augen auf. Tom, der mittlerweile wieder auf dem Bett sitzt, deutet zu seiner Mutter: „Schau’, Bill! Mum ist da. Ich habe doch gesagt, sie wird kommen.“ Bill schaut seine Mutter an und lächelt: „Mama...“, dann fließen wieder die Tränen bei ihm. Sofort schließt sie ihren Sohn in die Arme, woraufhin er richtig anfängt zu weinen und zu schluchzen. „Mama..., ich habe Angst.“ Simone schaut ihren Sohn an und erschreckt zum wiederholten Male in den letzten fünf Minuten an.


Was war nur aus ihrem sonst so selbstsicheren Sohn geworden? Wo war das Selbstvertrauen ihres sonst so starken Sohnes geblieben? Plötzlich war der sonst „Schwächere“ von beiden, der der stark war. Sie schließt ihn wieder in ihre Arme: „Ist schon gut, Schatz! Es wird alles gut. Du wirst wieder gesund.“ „Ich glaube, wir gehen besser erst einmal raus. Wir sind unten in der Cafeteria“, sagt Saki da und deutet Gustav und Georg an, mitzukommen. Die drei verlassen das Zimmer und Tom und Simone sind wieder alleine mit Bill, der noch immer weint. Da geht die Tür wieder auf und der Arzt kommt mit ein paar Unterlagen ins Krankenzimmer. „Guten Tag! Sie müssen die Mutter sein.“

Simone erhebt sich und nickt: „Ja, Simone Kaulitz!“ Sie gibt dem Arzt die Hand, der Bill jetzt anlächelt: „Wie ich sehe, bist du wach. Geht es dir besser?“ Bill schaut den Arzt an und schüttelt den Kopf. „Mmh…, habe ich mir gedacht. Wir haben jetzt die Ergebnisse der Blutuntersuchung.“ „Und? Was ist dabei heraus gekommen?“, fragt Tom nervös. „Ich muss Ihnen leider sagen, dass sich unsere Vermutung bestätigt hat.“ „Ja, jetzt reden sie doch. Was fehlt meinem Sohn?“, hakt Simone ängstlich nach. „Die Blutuntersuchung hat ergeben, dass Ihr Sohn an Leukämie im Anfangsstadium erkrankt ist.“


Kapitel 5


Sofort schießen Tom, Simone und Bill die Tränen in die Augen. „Sorry!“, sagt Tom nur zu Bill und rennt aus dem Zimmer. Er rennt geradewegs runter in die Krankenhaushalle, wo er direkt in Gustavs Arme rennt, der gerade von der Toilette zurück in die Cafeteria gehen wollte: „Tom…, hey! Was ist los?“ Tom schaut ihn mit total verweinten Augen an, kann aber vor lauter Schluchzen nicht reden.

Gustav nimmt ihn in den Arm. um ihn zu trösten, als Saki und Georg kommen, die das Ganze von der Cafeteria aus beobachtet haben. „Was ist passiert?“, fragt Georg. Gustav zuckt die Schultern, ohne etwas zu sagen. „Leukämie“, nuschelt Tom nur an Gustavs Arm. Die drei schauen sich erschrocken an – so, als wenn sie hoffen, sich nur verhört zu haben. „Was hast du gesagt?“, hakt Georg nach.“ „Der Arzt hat gesagt, dass Bill Leukämie im Anfangsstadium hat“, sagt Tom jetzt deutlicher.

Georg ist der Einzige, der etwas sagen kann: „Scheiße!“ Sie setzten sich auf die Stühle, die dort stehen, und trösten Tom. Nach zwanzig Minuten gehen sie zurück zu Bill. Der liegt im Bett und weint, während seine Mutter ihm immer wieder über die Hand und das Gesicht streichelt. Als die Tür sich öffnet, wendet sie sich kurz von Bill ab, um zu schauen, wer das Zimmer betritt. Als sie sieht, dass es „nur“ Saki, Tom, Gustav und Georg sind, wendet sie sich wieder Bill zu, der die vier weinend anschaut. „Hey, Bill!“, sagt Gustav, der jetzt als Einziger etwas herausbekommt.

„Hey!“, sagt dieser jetzt und lächelt schwach. Gustav lächelt zurück und da laufen auch bei ihm ein paar Tränen. Bill macht eine Handbewegung, dass er zu ihm kommen soll, was Gustav auch tut. An Bills Bett angekommen zieht dieser ihn sofort in seine Arme, um ihn zu trösten: „Ich schaffe das. Versprochen!“

Von einer auf die andere Minute war all die Stärke, die eben noch verschwunden war, wieder da. Sie war wieder da. Genauso wie Bills Selbstvertrauen und seine Selbstsicherheit. Er hatte sich geschworen, er würde gegen die Krankheit ankämpfen. Für seine Familie, seine Freunde, aber auch für all seine Fans da draußen, die von all dem, was sich hier gerade abspielte nichts wussten. Noch nicht.


Kapitel 6


2 Tage später.
Bereits am nächsten Tag waren die Zeitungen voll gewesen mit Berichten über Bill mit Fotos, die einige Fans geschossen hatten und im Internet verbreitet hatten. Doch keiner wusste, was wirklich los war mit ihm. Es gab viele Gerüchte, beispielsweise, dass er vor Erschöpfung zusammengebrochen war oder dass er die Treppe heruntergefallen war wegen all des Blut vom Nasenbluten, doch die wirkliche Ursache wusste keiner außer der Band, Saki, der Familie und dem Management.

Das Telefon im Management klingelt seitdem ununterbrochen und immer wieder sind es total besorgte Fans, die wissen wollen, was da los ist, doch das Management sagt nichts. Die Jungs waren gestern im Krankenhaus bei Bill und wollen auch nachher noch hin, doch jetzt momentan ist Mittagsruhe dort. „Gustav…, Tom, kommt mal!“, ruft Georg quer durch die Wohnung.

Sofort kommen die beiden angerannt. Georg sitzt vor seinem Laptop und surft in irgendwelchem TH-Foren rum, um die neusten Gerüchte rein zu holen. Die beiden lesen sich ein paar der Beiträge durch und schütteln immer wieder den Kopf: „Die armen Fans! Die haben echt keine Ahnung, was mit Bill los ist, und machen sich total die Sorgen. Das Management soll so endlich mal zusehen, dass die eine offizielle Erklärung rausgeben.“ „Stimmt. Das ist doch totale Quälerei für die“, stimmt Gustav Tom zu und auch Georg nickt nur.

Da kommt Saki rein. Schnell klickt Georg die Seiten weg und die drei wenden sich Saki zu: „Ich bringe euch jetzt gleich ins Krankenhaus. Währenddessen fahre ich zum Management und kläre das mit denen wegen einer offiziellen Erklärung und so weiter. Kommt!“ Und schon machen sie sich auf den Weg ins Krankenhaus. Dort angekommen warten bereits utzende Fans und Presseleute, in der Hoffnung etwas zu erfahren. Die drei geben den Fans noch ein paar Autogramme und lächeln immer wieder nett in die Kameras, während sie die immer wieder auftauchende Frage, wie es Bill geht mit einem „Dem geht es schon wieder besser“ abblitzen lassen.

Nach einer Weile gehen sie rein und geradewegs in Bills Zimmer. „Hey, Brüderchen!“, grinst Tom, woraufhin auch Bill lachen muss. Die drei begrüßen Bill und setzen sich dann. „Meine Güte! Du kannst dir gar nicht vorstellen, was da draußen los ist.“ Bill deutet auf einen Stapel Zeitungen neben seinem Bett: „Doch kann ich.“ „Oh, ja, okay. Also weißt du es doch.“„Jap..., was hat Saki dazu gesagt?“ „Der ist jetzt erst einmal los zum Management um zu klären, wie es weiter geht, beispielsweise mit einer offiziellen Erklärung, Promotion und so weiter.“ „Mmh…“sagt Bill nur.

„Die Fans sind total verzweifelt. Sie wissen gar nichts und einige von denen sind echt fertig. Gerade vor dem Krankenhaus auch. Da waren einige, die total am Heulen waren, weil sie nicht wissen, wie es dir geht.“„Kann man sie von hier sehen?“, fragt Bill. Georg steht auf und tritt ans Fenster: „Ja…, doch, man kann sie sehen.“ Mit diesen Worten steht Bill auf und geht zum Fenster rüber. Er schiebt die Gardine an die Seite und schaut aus dem Fenster. Erst schaut er nur so, doch dann öffnet er das Fenster ganz. Da entdecken ihn die unten wartenden Fans und fangen an zu kreischen.

Sofort fängt er an zu lächeln und winkt ihnen zu. Nach ein paar Minuten schließen sie das Fenster wieder und Bill legt sich zurück ins Bett: „Sonst ist alles okay, da draußen?“, fragt er. „Ja, doch alles klar. Also ich wüsste nichts, was es wichtiges gibt, was man wissen müsste“, grinst Gustav. „Mum ist wieder nach Hause gefahren?“, fragt Tom seinen Bruder. Bill nickt: „Ja. Aber sie kommt morgen wieder. Sie pennt solange in meinem Zimmer, wenn das okay ist für euch.“„Klar ist das okay. Wäre doch Quatsch, wenn sie sich extra ein Hotelzimmer nehmen würde.“

Sie reden eine ganze Weile, als Bill plötzlich bemerkt: „Könnt ihr mir einen Gefallen tun? Könnt ihr mit dem Handy ein Video aufnehmen und falls das Management der Ansicht ist, sie müssen keine offizielle Erklärung rausgeben oder so, stellt ihr das Video dann ins Internet? Ich will nicht, dass die Fans in Ungewissheit sind und nicht wissen was los ist. Das haben sie nicht verdient. Ich will, dass sie Bescheid wissen.“


Kapitel 7


Die drei schauen sich untereinander skeptisch an: „Ich weiß nicht so recht“, zweifelt Georg. „Kommt schon. Bitte!“, fleht Bill, woraufhin die drei nachgeben. „Okay, aber auf deine Verantwortung.“ Bill nickt: „Klar auf meine Verantwortung.“„Weißt du denn, was du sagen willst?“, fragt Tom, der sein Handy rausholt. Bill überlegt kurz und nickt dann: „Ja, ich denke schon. Ich werde ihnen einfach die Wahrheit sagen.“ Tom stellt sich auf und Georg und Gustav „verstecken“ sich hinter Tom, damit sie nicht mit im Bild sind.

Tom gibt Bill das Zeichen zum Start und Bill beginnt zu reden: „Hey, ihr da draußen! Ich bin es, Bill! Ich weiß, ihr macht euch viele Sorgen und Gedanken, weil ihr nicht wisst, was mit mir los ist, aber ich kann euch sagen, dass alles wieder in Ordnung kommt. Der Grund, wieso ich hier im Krankenhaus bin, ist, dass ich Leukämie habe. Im Anfangsstadium. Das ist aber gar nicht schlimm, denn der Arzt hat mir versichert, dass ich hundertprozentig wieder gesund werde. Das kann zwar etwas dauern, doch wenn ich wieder gesund bin, kommen wir wieder. Wir vier. Und bis dahin, das verspreche ich euch hoch und heilig, bis dahin habe ich mir eine Überraschung für euch ausgedacht. Ich habe zwar noch keine Idee, aber irgendetwas wird mir schon noch einfallen. Ich habe ja jetzt genug Zeit zum Nachdenken!“, lacht Bill und auch Tom, Gustav und Georg müssen kurz lachen.

„Also ich wollte nur, dass ihr wisst, dass es mir soweit gut geht und ich das ganz sicher schaffe. Alleine schon für euch alle da draußen werde ich kämpfen und den Kampf gewinnen. Ich liebe euch alle da draußen. Jeden Einzelnen und ich weiß, dass wir uns bald wieder sehen werden. Schneller, als ihr glaubt.“ Bill winkt noch mal und Tom speichert das Video dann. Kaum hat er aufgehört zu filmen, fängt Tom an zu lachen: „Die werden dir den Arsch aufreißen.“ Bill zuckt die Schultern: „Na, und?! Die müssen nicht meinen, dass sie so mit unseren Fans umgehen können. Sie sind diejenigen, die uns dahin gebracht haben, wo wir jetzt stehen, und sie sind es auch, die uns da ganz schnell wieder runterholen werden.“

„Du hast Recht. Ich werde auf jeden Fall auf deiner Seite sein“, grinst Georg und klopft Bill auf die Schulter. Dieser grinst nur: „Danke, Georg!“ „Also mit mir kannst du auch rechnen“, bestätigt Gustav. „Na, dann bleibt mir ja gar nichts anderes mehr übrig“, lacht Tom: „Quatsch…, natürlich stehe ich dir bei“, sagt er dann noch schnell. Da geht die Tür auf und Saki kommt rein.

Als er sieht, dass es Bill so gut geht, muss er grinsen: „Hi, Bill! Wie geht’s dir?“ „Gut und dir?“ „Super.“ „Was hat das Management gesagt?“, fragt Tom gleich. Sofort verfinstert sich das Gesicht von Saki: „Sie wollen erst einmal nichts sagen, bis es Bill wieder etwas besser geht und wir alle Genaueres wissen.“ „Vergiss es Saki. Das mache ich nicht mit. Das werde ich den Fans nicht antun. Ganz sicher nicht!“, schimpft Bill und bekommt einen Hustenanfall. Sofort schauen ihn alle erschrocken an und Tom reicht ihm ein Wasserglas. Bill trinkt einen Schluck und dann geht es auch schon wieder.

Saki will gerade etwas sagen, als es klopft und der Arzt rein kommt. Er begrüßt alle und kommt dann gleich zur Sache: „Wir werden Sie verlegen, in ein anderes Krankenhaus. Dort gibt es eine extra Krebsstation, wo es die besten Möglichkeiten gibt zur Heilung. Morgen werden wird Sie erst einmal wieder entlassen und Sie können nach Hause. In vier Tagen werden Sie dann in dem anderen Krankenhaus erwartet. Wäre das in Ordnung?“

Bill nickt: „Okay. Und dort beginnt dann die Behandlung?“ „Ja, dort werden die Ärzte dann schauen, welche Behandlung bei Ihnen besser wäre. Entweder eine Chemotherapie oder eine Knochenmarktransplantation. Genaueres werden Sie dann jedoch dort mit Ihrem weiter behandelnden Arzt besprechen, da ich dazu gar nichts Weiteres sagen kann.“ Wieder nickt Bill nur und schaut die anderen nacheinander an, ehe sich der Arzt verabschiedet und den Raum verlässt. „Na, dann habt ihr mich ja ab morgen wieder den ganzen Tag um die Ohren“, grinst Bill dreckig. Die anderen grinsen alle, doch dann wird Tom wieder ernst: „Ich würde dich lieber jeden Tag ertragen, als dass du das Ganze hier ertragen musst.“

„Ach, Quatsch. Das wird schon. Ihr werdet mich bestimmt schneller, als ihr gucken könnt, wieder den ganzen Tag ertragen müssen. Zu Hause, auf Tour, im Studio. Ihr werdet mich nie los.“ Georg schaut Bill ernst an: „Wer sagt denn, dass wir das wollen? Was wäre Tokio Hotel denn ohne dich? Was wären wir alle ohne dich?“ Bill zuckt die Schultern: „Weiß nicht“, und er grinst. Sie reden noch etwas, ehe Saki, Tom, Georg und Gustav sich verabschieden und zurück zur Wohnung fahren und Bill währenddessen einschläft.


Kapitel 8


Am nächsten Tag.
Bill ist seit einer Stunde wieder zu Hause und hat sich, nachdem er sich eine halbe Stunde ausgeruht hat, an den Laptop gesetzt und surft jetzt etwas durch das Netz. Er checkt seine E-Mails und einige Homepages und Foren, ehe er auf eine Website über seine eigene Person stößt und dort etwas rumsurft. Dort entdeckt er nur das, was auch die anderen drei ihm zuvor gesagt hatten.

Total verzweifelte Fans, die nicht wissen, was los ist mit Bill, und schon völlig ausflippen. „Bill?“, ruft da Tom aus seinem Zimmer und kurz darauf klopft es und Tom steht im Zimmer: „Hey, Bill! Hast du Hunger oder so?“ Bill dreht sich kurz zu seinem Bruder und schüttelt den Kopf: „Nein, danke!“ Tom erkennt den TH-Banner auf der Seite des Forums und tritt näher an seinen Bruder heran: „Was machst du da?“ „Ich schaue ein bisschen im Netz rum und bin auf dieses Forum gestoßen. Tom…, die Fans sind total verzweifelt. Ich muss was tun“, sagt er und schaut Tom mit seinem Dackelblick an.

Dieser grinst nur: „Sie werden dich töten“, setzt sich jedoch auf den Stuhl neben Bill. Die beiden schauen etwas, beschließen sich dann jedoch unter einem erfundenen Namen anzumelden. Wieder schleichen sie nur etwas durch das Forum, ehe sie sich entschließen ein Topic zu eröffnen und den Fans die Wahrheit zu sagen, ihnen alles zu erklären. „Wie willst du das Topic denn nennen?“, fragt Tom Bill. Dieser zuckt nur die Schultern und überlegt kurz, ehe er als Topicnamen „Bill und Tom in da House – Die Wahrheit!“ eingibt und Bill wie ein Verrückter drauf losschreibt:

Liebe Fans!

Ich weiß, ihr werdet es vielleicht nicht glauben, doch wir sind es wirklich. Bill, Tom, Gustav und Georg.

Lange haben wir überlegt, ob wir uns hier anmelden werden, weil uns das eigentlich vom Management untersagt ist, doch ich(Bill) kann jetzt nicht mehr einfach hier rum sitzen und zuschauen, wie ihr alle an den Gerüchten zerbrecht und nicht wisst, was hier bei uns los ist. Ich möchte, dass ihr die Wahrheit wisst, und hoffe, dass ihr anschließend nicht zu geschockt sein werdet.

Der Grund, wieso ich im Krankenhaus war, ist ganz simpel. Ich habe mich die ganze letzte Woche über nicht wirklich wohl gefühlt. War nur noch müde und die anderen in der Band haben mich schon mit einer Leiche verglichen, weil ich so blass war und Augenringe hatte. Am Montagmorgen sind wir dann ganz normal aus Köln abgeflogen nach Hamburg ins Studio. Dort haben wir ein bisschen was gearbeitet, als es mir dann plötzlich von einer Minute zur anderen richtig schlecht ging. Ich musste mich übergeben, mir wurde schwarz vor Augen und kurz darauf bin ich zusammengebrochen.

Zum Glück war Tom bei mir. Ich will gar nicht wissen, was sonst gewesen wäre. Ich wurde ins Krankenhaus gebracht und untersucht, wo sich nach mehreren Untersuchungen auch heraus stellte, was mir fehlt. Ich bin an Leukämie erkrankt! Zurzeit bin ich zu Hause, für drei Tage, doch am Samstag werde ich zurück in die Klinik gehen und mich dort einer Behandlung unterziehen. Noch steht nichts Genaues fest, ob es eine Chemotherapie oder eine Knochenmarktransplantation sein wird, doch da das Ganze erst im Anfangsstadium ist, bin ich und auch alle anderen um mich herum, wir alle sind uns ziemlich sicher, dass das alles gut gehen wird.

Wenn das alles vorbei ist, werden wir erst einmal Urlaub machen und danach gehen wir sofort wieder ins Studio, um am dritten Album weiterzuarbeiten. Außerdem werden wir dann unsere Tour vorbereiten, wofür wir uns bestimmt einiges einfallen lassen werden.


Tom sitzt die ganze Zeit neben seinem Bruder und liest mit, was dieser schreibt, als es an der Tür klopft und Gustav und kurz darauf Georg in der Tür erscheinen: „Was macht ihr zwei da?“, fragt Georg und die beiden kommen näher. „Bill schreibt gerade einen Beitrag in einem Forum, damit die Fans Bescheid wissen“, sagt Tom und schaut wieder auf den Laptop, um zu schauen, was Bill weiterschreibt:

So, jetzt sind auch Georg und Gustav eingetroffen und schauen mir neugierig über die Schultern- Jetzt wisst ihr alles und müsst euch nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was mit mir los ist.

Ich weiß, dass ihr euch alle Sorgen um mich macht und ich schätze das auch sehr, doch ich bitte euch, in nächster Zeit nicht immer wieder vor der Wohnung oder vor dem Krankenhaus zu erscheinen. Das alles macht alles nur schwieriger für uns alle. In der Zeit, in der ich im Krankenhaus sein werde, wird einer der anderen drei immer mal wieder vorbeischauen und euch berichten, wie es mir geht. Ich hoffe, dass ihr das alle so akzeptieren könnt, und wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn wir uns bald wieder auf Tour sehen!

Alles Liebe Bill, Tom, Georg & Gustav


Bill dreht sich zu den anderen um und schaut diese fragend an: „Meint ihr, das geht so?“ „Ja, doch. Ich denke schon“, bestätigt Gustav den geschriebenen Text und auch Tom und Georg sind zufrieden damit, sodass Bill es kurz darauf abschickt und einmal tief ein- und ausatmet. Dann schaut er die anderen an und grinst: „Jetzt bin ich mal gespannt, wie lange es dauert, bis Saki herein gestürmt kommt, weil das Management angerufen hat.“

Gustav lacht: „Also ich schätze so..., mmh…, vielleicht ´ne Viertelstunde.“ „Ja, denke ich auch.“ „Ach, Quatsch. Ehe der die beruhigt hat und alles..., ich tippe auf ´ne knappe halbe Stunde so“, grinst Tom, wobei seine Augen freudig aufblitzen. Georg lacht: „Boar., das Blitzen in Toms Augen hättet ihr gerade sehen müssen.“Gustav lacht, während Bill ein paar der Antworten zu seinem Beitrag liest.


Kapitel 9


Bill dreht sich zu den anderen um: „Holla, gehen die ab!“, grinst er. „Und nun?“, fragt Gustav. Bill zuckt die Schultern, als Tom aufspringt und wenige später mit seinem Laptop wieder kommt. Er schließt sein Handykabel an und zieht das Video von seinem Handy auf den Laptop. Keine zehn Minuten später ist das Video auf einer bekannten Videoplattform hochgeladen. Kurz darauf zerstreuen sich die Jungs, weil Bill noch ein bisschen schlafen will.

Eine Stunde später
„JUNGS! HERKOMMEN!“, schreit ein aufgebrachter Saki durch die Wohnung. Bill, der bis gerade geschlafen hatte, springt sofort auf und rennt zu seiner Zimmertür. „Was denn los, Saki?“, fragt er auf dem Weg zum Wohnzimmer. „Was los ist?“, fragt Saki sauer. Da kommen auch Gustav, Tom und Georg ins Wohnzimmer. „Was los?“, fragt auch Tom jetzt.

„Hinsetzten!“, schreit Saki die vier an und deutet auf das Sofa. Schnell setzten die vier sich. „Hat doch länger gedauert, als wir dachten“, quetscht Georg zwischen seinen Zähnen hervor. Jetzt fällt auch Tom ein, was mit Saki los ist, und er muss sich ein Lachen verkneifen. „Sag’ mal, findest du das komisch, Tom? Wisst ihr eigentlich, was das Management gerade fast getan hätte? Sie wollten mich entlassen. Habt ihr überhaupt eine Ahnung, was ihr da angestellt habt? Kaum war das Video online, klingelte das Telefon im Management ununterbrochen und wenn es keine hysterischen Fans waren, die heulend am Telefon zusammengebrochen sind, waren es entweder Leute von der „Bravo“ und sonstigen Magazinen. Verdammt, Jungs, ihr tut so, als wenn ihr gerade neu in dem Business wärt, dabei sind’ schon fast drei Jahre. Wie kann man eigentlich so unprofessionell sein wie ihr?“, fragt Saki aufgebracht und setzt sich jetzt, den vieren gegenüber, in den Sessel.

Keiner der Jungs sagt etwas. Sie schauen sich nur untereinander an und schauen dann wieder mit ihren jeweiligen Dackelblicken zu Saki. „Was habt ihr zu eurer Verteidigung zu sagen? Wie seid ihr nur auf so eine dumme Idee gekommen?“ „Es war meine Idee Saki. Mach’ nicht die anderen dafür an, okay? Ich war derjenige, der das Video online gestellt hat und den Text auch. Ich wollte nicht, dass die Fans so lange in Ungewissheit sein müssen, sondern dass sie wissen, was mit mir ist.“„Das stimmt doch gar nicht. Wir waren alle zusammen, als das Video und der Text online gestellt wurden, und ich stehe noch immer hinter Bill, wie ich es auch da getan habe. Wir sind es den Fans schuldig, dass sie erfahren was mit Bill ist“, sagt Tom und rückt ein Stück näher an seinen Bruder heran.

„Tom hat Recht“, stimmt auch Georg zu und Gustav nickt nur. „Also?“, fragt Saki noch mal. „Saki..., wir konnten das nicht mehr länger mit ansehen. Das sind unsere Fans und nicht irgendwelche Gegenstände. Sie haben ein Recht darauf alles zu erfahren, okay…? Fast alles...“, antwortet Tom für alle vier.

Plötzlich fängt Saki an zu grinsen: „Ihr seid mir welche, wisst ihr das? Euch muss man einfach lieben.“ Gustav springt auf und stellt sich in Pose: „Ja, schau’ dir doch diesen Typen an..., diesen Körper..., dieses fantastische Lächeln und dazu noch diese blonden Justin Timberlake-Löckchen..., kein Wunder, dass man mich liebt.“ Saki, Tom, Bill und Georg schauen ihn erst mit weit aufgerissenen Augen und offenem Mund an, ehe Georg losprustet und auch die anderen drei sich nicht mehr halten können vor Lachen.

Gustav macht einen auf empört: „Was?“ Als die anderen aber weiter lachen, fängt er auch an zu lachen und setzt sich wieder. Sie sitzen eine ganze Weile dort und lachen. „Was machen wir jetzt?“, fragt Tom, als sie zu Ende gelacht haben. „Kein Plan. Jemand eine Idee?“, Georg blickt in die Runde. „Ich hätte eine Idee“, meldet sich da Saki zu Wort. Die vier schauen ihn erwartungsvoll an.

Saki lehnt sich entspannt zurück: „Ich lade euch zu einer Runde Kino und anschließen Pizza oder McDonalds ein. Wie wäre das? Wir müssen die Zeit ja noch ausnutzen, solange es Bill so gut geht.“„Du hast Recht“,gibt Gustav Saki recht. „Haben wir vorher noch Zeit, kurz in die Stadt zu gehen? Dann kann ich mir noch kurz eine DVD und eine CD besorgen“, sagt Tom.

„Wenn ihr euch beeilt, müssten wir es schaffen“, bestätigt Saki nach einem Blick auf die Uhr. Wie von der Tarantel gestochen springen die vier auf und rennen in ihre Zimmer, um keine Minute später fertig angezogen und mit Jacken und allem Drum und Dran an der Tür zu stehen. „Können wir?“, fragt Bill und setzt sein glücklichstes Grinsen auf. Saki schüttelt grinsend den Kopf und öffnet die Wohnungstür. Auf dem Weg nach draußen „sammeln“ sie noch kurz drei Securitys ein, die im Studio rumsitzen, und gehen dann raus. Kaum draußen stürmen ein paar Fans auf sie zu. Die meisten rennen zu Bill und bestürmen ihn. Kein einziger geht zu Gustav, sodass der Security, der eigentlich für Gustav zuständig war, noch mit zu Bill und Saki geht.

Gustav schaut etwas bepröppelt: „Und was ist mit diesem heißen Typen mit diesem Körper, dieser fantastischen Ausstrahlung und diesen genialen Löckchen?“ Bill, Tom, Georg und Saki bleiben stehen, schauen ihn an und lachen los. Auch Gustav muss loslachen.

Die Fans sind völlig irritiert und schauen von einem zum anderen. „Ach, denkt euch nix dabei. Gustav ist so selbstverliebt. Der hat es heute mit seinen Justin Timberlake-Löckchen. Ist ein Insiderwitz. Sorry!“, grinst Georg und sie gehen weiter zum Auto. Sie steigen ein und fahren kurz danach los. „Schon eine Idee, welchen Film ihr schauen wollt?“, fragt Saki mit einem Blick in den Rückspiegel. „Keine Ahnung. Weiß noch nicht mal, was läuft“, zuckt Bill die Schultern. „Ich weiß nur, dass gerade ein Film mit Sandra Bullock und Brad Pitt und irgendein Film mit Hilary Duff läuft. Mehr weiß ich auch nicht“, zuckt auch Georg die Schultern.

„Okay, also schauen wir da. Wo willst du denn hin Tom? Saturn oder MediaMarkt?“„Natürlich Saturn. Was soll ich denn im MediaMarkt? Ich bin doch blöd. Also gehe ich zu Saturn“, grinst er. Keine zehn Minuten später sind sie schon da und Saki fährt direkt in die Tiefgarage des Saturnmarktes. „Wir haben noch ´ne halbe Stunde. Dann müssen wir wieder los, sonst schaffen wir die 20 Uhr-Vorstellung nicht“, sagt Saki noch, doch da sind die Jungs schon wie solche kleinen Kinder im gesamten Markt verstreut.

Saki grinst nur und schüttelt den Kopf: „Kinder!“, und geht sich auch etwas umschauen, schaut aber zwischendurch immer wieder durch den Markt, um zu schauen, wo die Jungs sind.

Als er einmal wieder hochschaut, sind die Jungs weg und er schaut sich panisch im Markt um. Er rennt etwas herum, als er sie alle vier bei den Videokameras sieht. Sofort geht er hin: „Boa jagt mir nicht noch einmal so eine Angst ein. Ich dachte, ihr wärt weg.“ Die vier drehen sich um und schauen ihn an, sagen aber nichts, sondern wenden sich wieder der Kamera zu, die Bill in der Hand hält. „Was meint ihr?“„Ich weiß nicht…, die Idee ist genial und ich würde auch zustimmen, aber ob du das Okay von ganz oben bekommst, ist die nächste Frage“, zweifelt Gustav.

„Wofür?“, fragt Saki hellhörig. „Hast du das Video gesehen, was wir heute Mittag online gestellt haben?“, fragt Bill Saki. Saki überlegt kurz: „Ja. Wieso?“„Ich habe den Fans doch versprochen, dass ich mir etwas überlegen werde für sie als Überraschung. Eben, als ich bei den CDs war, bin ich auf das Album von Anastacia gestoßen. Das, was sie nach ihrer Krebserkrankung rausgebracht hat. Da war eine DVD bei, wo sie vor, während und nach ihrer Krankheit zeigt. Genau dasselbe möchte ich auch tun.“


Kapitel 10


„Gute Idee! Ich denke schon, dass das Management einverstanden ist. Es ist doch fast egal, was sie von euch veröffentlichen. Hauptsache, es bringt ihnen Geld ein. Und das würde sich hundertprozentig verkaufen.“„Mal davon abgesehen, dass es mir nicht darum geht, es bloß oft zu verkaufen, sondern darum dass die Fans sehen, wie es uns allen während dieser Zeit ging“, bemerkt Bill. „Das weiß ich doch, Bill. Aber das Management nicht. Na ja, egal. Aber tu’ das, wenn du es tun möchtest. Ich finde die Idee auch super“, sagt Saki und zwinkert Bill zu.

Dieser grinst nun und schaut die anderen vier fragend an: „Und? Was haltet ihr davon?“ „Mein Einverständnis hast du“, sagt Tom. „Also ich bin auch einverstanden“, stimmt Georg zu. „Und ich habe ja auch eben schon gesagt, dass ich das okay finde“, stimmt auch Gustav der Idee zu. „Geil. Ich schaue mal, ob hier wer ist, der uns weiter helfen kann!“, lacht er und geht weg, um kurz darauf mit einem Kundenberater von Saturn wieder zu kommen.

Sie lassen sich beraten, welche Kamera für was die beste wäre und was welche kosten würde und so weiter, ehe sie etwa zwanzig Minuten später die passende Kamera gefunden haben. Nachdem sie auch alles Nötige an Zubehör und Videokassetten und so weiter haben, bezahlen sie und verlassen den Laden.

Draußen angekommen muss Saki grinsen: „Das wird wohl nichts mit der 20 Uhr-Vorstellung. Dann erst Pizza oder McDonalds und dann Kino? Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass irgendwelche Fans im Kino sind auch geringer.“„Ja, ist gut.“„Scheiße..., jetzt habe ich vergessen mir die DVD und die CD zu holen. Ich komme gleich wieder!“, flucht Tom und rennt noch einmal rein.

Während Tom noch mal im Laden ist, bringen Bill und Gustav die Kamera zum Laufen. Sie merken gar nicht, dass sie bereits die ganze Zeit läuft, sind demnach noch ziemlich am Fluchen. „Scheiße, wie funktioniert das Teil denn?“, meckert Gustav und schaut dumm in die Linse. Plötzlich lacht Georg und deutet auf ein rotes Licht: „Ihr Heinis. Die läuft doch schon längst und nimmt schon die ganze Zeit auf. Mann, seid ihr doof!“„Echt?! Oh, geil. Dann können wir den Fans ja wenigstens zeigen, dass wir sogar zu doof sind eine Kamera zu bedienen!“, lacht Bill und dreht die Kamera so, dass er im Bild ist: „Also ihr...denkt euch da nix bei. Das sind wir. Zu doof, eine Videokamera zu bedienen.“

Dann richtet er wieder auf Gustav, der sich wie ein Kleinkind freut und strahlend in die Kamera winkt. Da wird die Autotür aufgerissen und ein total abgehetzter Tom springt rein: „Fahr’ los, Saki! Die sind total verrückt geworden!“ „Hä?“, schaut Saki verdutzt. „FAHR’!“, schreit Tom nur und Saki gibt Gas.

Gerade noch rechtzeitig, denn gerade als sie aus dem Parkhaus gefahren sind, kommt eine Gruppe von kreischenden Fans angerannt, was Bill natürlich alles mit seiner neuen Kamera festhält. „Boar, geil...! Stell’ dir mal vor, die hätten dich erwischt“, lacht Gustav und auch Georg muss lachen: „Na, dann Prostmahlzeit!“„Apropos Mahlzeit! Pizza oder McDonalds?“, fragt Saki von vorne. „McDonalds!“, schreien die vier gleichzeitig und müssen schon wieder loslachen.

Saki verdreht grinsend die Augen: „Wieso wusste ich das nur? Okay, lasst mich überlegen. Ein McDonalds, der hoffentlich jetzt nicht überfüllt ist von Teenies. Gut, ich weiß, welchen wir nehmen“, grinst Saki und bremst, um eine starke links Kurve zu kriegen. „Ah, SAKI!“, quietscht Tom auf und hält sich an der Tür und seinem Gurt fest. „Was?“, fragt Saki unschuldig grinsend. „Wir wollten noch heile am Ziel ankommen!“, lacht Gustav.

„Ja, Mensch...! Die können auch mal ruhig sehen, dass ich nicht immer der Spießer bin, wie es ab und zu rüber kommt!“, beschwert Saki sich. „Stimmt, das muss jetzt mal festgestellt werden. Saki kommt vielleicht ab und an so rüber, als wenn er voll spießig wäre und keinen Spaß verstehen würde, doch das ist NICHT so. Er ist der, der uns das Bier ins Zimmer stellt, und sagt, wir sollen richtig die Sau raus lassen. Also diese ganzen Storys von wegen Hotelzimmer, auf links ziehen..., das Ganze war Sakis Schuld. Er wollte, dass wir ein richtiges Rockerimage bekommen“, grinst Georg und bekommt dafür einen Klaps von Saki an den Hinterkopf.

„Was? Er hat doch Recht!“, grinst Tom. „Wie bitte?“, sagt Saki und hält rechts an der Straße. Er dreht sich um und schaut in die Kamera: „Also liebe Fans, hört niemals auf das, was die vier hier sagen. Die wissen gar nicht, was sie hier reden. Wenn heute die Sonne geschienen hätte, würde ich sagen, sie hätten einen Sonnenstich und reden deswegen nur Unsinn. Doch da die Sonne nicht geschienen hat, kann ich euch leider nicht sagen, was sie geschluckt haben, um so aufgedreht zu sein. Nur soviel: Drogen sind es nicht.“ Mit diesen Worten dreht er sich grinsend um und fährt weiter.

Tom, Bill, Georg und Gustav schauen sich an und lachen dann los. „Der war gut, Saki“, grinst Tom. „Hier, hau’ mal bitte Toms neue CD rein. Die muss ich jetzt mal hören. Gib mal her, Tom“, sagt Georg und hält Tom die Hand hin. Dieser schüttelt aber den Kopf: „Nee, sorry, aber die CD werdet ihr nie zu Gesicht bekommen“, grinst er. „Hier, halt’ mal!“, gibt Bill die Kamera an Gustav weiter, um sich kurz darauf auf seinen Bruder zu stürzen: „Jetzt stell’ dich nicht so an. Was hast du dir gekauft? So was Schlimmes wie Blog27 oder diese Kanalratten, das kann es ja nicht sein.“„Scheiße erraten“, grinst Tom.

Sofort lässt Bill seinen Bruder los: „Das ein Scherz, oder?“ Tom grinst: „Ja, klar, war das ein Scherz. Bist du blöd oder was? Ich kaufe mir doch kein Blog27 und diese Scheißerviecher erst recht nicht!“„Na, also dann zeig’ schon!“, stürzt Bill sich wieder auf seinen Zwilling. Damit hat Tom nicht gerechnet, sodass Bill kurz darauf die CD in der Hand hat. Er schaut drauf und fängt an zu lachen: „Wie geil. Mein Bruder wird zum Softi. Und deswegen machst du so einen Austand?“, fragt Bill ihn und hält die CD in die Kamera: „Mein Bruder hört Sarah Connor. Er hat sich tatsächlich gerade das „Naughty but nice“-Album gekauft. Ich bekomme immer mehr Angst vor ihm. Sorry, Sarah, aber SOWAS hört er normalerweise NIE. Hier, leg’ mal ein, Georg“, sagt Bill und reicht diesem die CD.

„Und was hast du dir für eine DVD gelauft?“, fragt Gustav. „Verrate ich nicht. Das ist keine DVD für mich. Ist ein Teil von Bills Geburtstagsgeschenk!“, grinst Tom seinen Bruder an. Der hört schlagartig auf zu lachen: „Fuck! Ich habe echt meinen 18 Geburtstag vergessen. Ich kann es nicht fassen!“flucht er und rutscht im Autositz drei Etagen tiefer. Alle lachen los. „Bleib’ locker, Bill. Der ist dich erst in knapp drei Monaten!“, grinst Gustav, als sie auch schon halten: „Soho, wir sind da!“, ruft Saki einmal laut durch den Van.

„Geil, endlich was zu essen!“, freut Bill sich. „Ja aber geh’ es langsam an Bill, ja? Du weißt, wie es die letzten Tag war, wenn du gegessen hast“, ermahnt Tom seinen kleinen Bruder. Bill schaut ihn beleidigt an: „Schnauze!“, und er steigt hinter ihm aus. Sie gehen rein und sind erleichtert, als sie sehen, dass wirklich so gut wie keiner im McDonalds ist außer einer Familie mit zwei kleinen Kindern und einem Ehepaar.

„Gepriesen sei der Herr!“,sagt Georg und geht hinter den anderen her zur Kasse. Nachdem alle bestellt und ihr Essen haben, bezahlt Saki und sie setzten sich in eine der hintersten Ecken. „Na, dann haut mal rein, Jungs. Damit ihr schön groß und stark werdet. Und vielleicht werdet ihr ja eines Tages auch mal so cool und genial wie der fantastische Gustav mit seinen Locken!“, sagt Saki vollkommen ernst und schaut Gustav dann grinsend an.

„Hast du etwas gegen den herausragenden Gustav mit seinen genialen blonden Löckchen? Wenn ja, dann sag’ das. Dahinten ist das Kinderland. Dann tragen wir das dort aus“, sagt Gustav ernst, fängt dann aber an zu grinsen. „Ihr seit bekloppt!“, lacht Bill und steckt sich ein Chickennugget samt Soße Süß-Sauer in den Mund. „Ach, sei ruhig, du Hühnchen. Pass’ auf, eines Tages wachst du auf und du siehst aus wie ein Huhn bei dem vielen Hähnchen, das du immer isst.“„Hast du was dagegen Bruderherz?“, fragt Bill kauend.

Tom beißt schnell von seinem Cheeseburger ab und schüttelt grinsend den Kopf. Bill nimmt einen Schluck von seiner Sprite: „Ja, dann ist ja gut“, und isst weiter. Nachdem alle fünf aufgegessen haben, stehen sie auf und wollen raus gehen. Sie haben gerade ihre Tabletts zur Seite gestellt, als eine Gruppe von Jugendlichen reinkommt. „Okay, nichts anmerken lassen, Jungs!“merkt Saki an und sie wollen vorbei gehen.

„Ach, sieh’ an! Seid ihr nicht diese Tokio-Jungs da? Die, die immer durch den Monsun gehen?“, fragt ein Junge da grinsend und schaut sie von oben bis unten mit einem abwertenden Blick an. Die Jungs bleiben stehen und drehen sich zu der Gruppe von Jugendlichen um. „Hast du ein Problem damit?“, fragt Gustav sauer, da er es absolut nicht ab kann, wenn jemand ihn, die Gruppe oder ihre Musik verarscht. „Mit euch nicht. Nur mit diesem kleinen Schwuchtel Zwerg da mit seiner tollen Mädchenausstrahlung!“, sagt da ein anderer und deutet auf Bill, der das Ganze bis jetzt nur beobachtet hatte.

„Halt’ die Fresse, du Arschloch, und lass’ meinen Bruder in Ruhe, sonst haue ich dir eine auf deine Scheiß –Fresse, okay?“, sagt Tom da sauer und tritt ein paar Schritte vor. „Tom..., ist gut. Lass’ sie labern“, versucht Bill ihn zu beruhigen. „Ach, sieh’ an. Der Kleine hat Angst“, sagt da, der Junge der Bill eben beleidigt hat. „Komm’ schon, Mark, lass’ gut sein! Du musst sie ja nicht mögen, aber lass’ sie einfach in Ruhe. Sie haben dir nichts getan!“tritt da ein Mädchen aus der Gruppe nach vorne und zieht den Jungen zurück. „Ach, sieh’ an... lässt dir von einem Mädchen sagen, was du tun sollst!?“, grinst Tom den Typen an.

„Tom, lass’ es gut sein. Kommt, wir wollen los!“, ermahnt Saki Tom und schiebt ihn Richtung Ausgang. „Los, ab ins Bettchen! Papi hat gerufen!“, schreit der Junge hinterher, doch Tom zeigt ihm nur den Mittelfinger, ehe sie den Laden verlassen. „Boar, so ein Arsch, ey! Der hat das Maul doch jetzt nur aufgemacht, weil seine achso tollen Typen dabei waren. Alleine hätte der die Fresse doch nicht aufbekommen!“, flucht Tom auf dem Weg zum Van.

„Hey Bill! Alles okay?“, fragt Gustav jetzt, der als Einziger bemerkt hat, dass Bill die ganze Zeit ganz ruhig war und sein Gesicht immer wieder verzieht. „Ja, ja, geht schon“, quetscht dieser raus. Sie kommen gerade am Van an, als Bill losflucht: „Scheiße…! Nicht schon wieder!“ Saki dreht sich um und schaut Bill genauso entsetzt an wie die anderen. „Georg, schau’ mal im Kofferraum. Da müsste noch ein sauberes Handtuch vom letzten Auftritt liegen“, sagt Saki und drängt Bill leicht zum Van, wo dieser sich auf die Rückbank setzt und den Kopf nach hinten legt.

Georg reicht Bill das Handtuch, was er sich unter die Nase hält. „Hast du deine Tabletten genommen, Bill?“, fragt Tom sauer. Bill schüttelt den Kopf: „Vergessen.“ „Mann, Bill. Du musst daran denken. Wie willst du denn wieder gesund werden, wenn du vergisst, deine Tabletten zu nehmen?“, meint Tom sauer. „Mann, lass’ mich doch in Ruhe, ja? Ich habe es nun einmal vergessen. Kann dem großen Meister Tom ja nicht mal passieren oder was?“

„Kann ich euch vielleicht helfen?Vielleicht hat er die selben Tabletten wie ich!“, sagt da plötzlich jemand hinter ihnen. Als sie sich umdrehen, steht dort das Mädchen von eben. Sie kramt in ihrer Tasche und holt eine Tablettenschachtel raus und hält sie Saki hin. Der schaut sie nur verwundert an. „Na, los. Damit ist nicht zu spaßen. Ich kenne das!“, sagt sie und deutet auf ihr Handgelenk, an dem ein Krankenhausband baumelt. „Woher...?“, stottert Gustav nur, während Saki Bill eine von den Tabletten gibt. „So, und jetzt hinlegen und Füße hoch. Dann hört das gleich auf“, sagt das Mädchen zu Bill und dieser legt sich hin und legt die Füße auf die Sitzlehne.

Das Mädel schaut Gustav an: „Ich habe auch Leukämie. Ich bin bereits in Behandlung“, sagt sie und schiebt ein bisschen an ihren Haaren rum, sodsas die Jungs erkennen dass das gar nicht ihre echten Haare sind sondern nur eine Perücke. Saki reicht ihr die Tablettenschachtel zurück und nickt: „Danke! Du scheinst aber kein Fan zu sein.“„Nee, nee, aber meine kleine Schwester. Die saß schon die ganzen letzten Tage zu Hause, kaum das sie aus der Schule war und hat geheult. Aber seit sie das heute Mittag erfahren hat, ist alles vorbei. Ich musste echt zu Hause flüchten. Die hat mehr geheult als bei mir“, grinst sie.

Bill muss auflachen: „Na, klasse!“ Und auch die anderen müssen lachen. Er setzt sich auf und nimmt das Handtuch weg: „Dankeschön! Du hast was gut bei mir.“„Schon okay. Ich weiß, wie das ist. Deswegen helfe ich gerne. Da gibt es nichts zu danken. Man sieht sich“, sagt sie und geht wieder rein zu ihren Freunden. An der Tür dreht sie sich noch einmal um und winkt lächelnd zum Abschied, ehe sie verschwunden ist.

„Süße Schnecke!“, grinst Tom und schaut immer noch in die Richtung, in die sie verschwunden ist. „Mmh…“, gibt Bill nur von sich und starrt vor sich her. „Na, los. Einsteigen. Ich denke, das mit dem Kino holen wir ein anderes Mal nach, oder?“, fragt Saki in die Runde und alle nicken bis auf Bill. Der ist immer noch in seinen Tagträumen vertieft.


Kapitel 11


Drei Tage später.
Nach dem Zwischenfall bei McDonalds ging es Bill eigentlich mehr schlecht als gut. Er hat mehr geschlafen, als dass er wach war und wenn er mal wach war, für ein paar Minuten, musste er sich jedes Mal übergeben.

Jetzt ist er gerade im Krankenhaus angekommen und wird von der Schwester auf sein Zimmer gebracht. Tom und Saki sind mitgekommen. Georg und Gustav dachten aber, dass es besser ist, wenn sie vorerst zu Hause bleiben. Als sie über den Flur der Krebsstation gehen, fängt Tom plötzlich an zu grinsen: „Schau’ mal Bill! Die kennen wir doch“, und er deutet auf ein Mädchen, etwas weiter weg.

Die Schwester schaut wenn Tom meint und lächelt: „Das ist Kelly. Sie ist auch Patientien hier auf der Station.“ „Hi, Kelly!“, grinst Bill, als sie an Kelly vorbei kommen. Diese dreht sich verwundert um und lächelt Bill dann an: „Hi! Na auch schon da…? Wie geht’s dir?“ „Geht so. Danke noch mal! Du warst meine Rettung“, bedankt Bill sich noch einmal.

„Ach, kein Problem. Man sieht sich“, lächelt Kelly und verschwindet auf ihr Zimmer. „So hier ist dein Zimmer. Du hast ein Einzelzimmer. Wenn du irgendetwas brauchst, dann sag’ einfach Bescheid und wir schauen, was wir für dich tun können, in Ordnung?“ Bill nickt: „Ist okay .Danke!“, und schon ist die Krankenschwester weg.

Saki hilft Bill seine Klamotten in den Schrank zu räumen und Bill tut seine persönlichen Dinge in den Nachtschrank neben seinem Bett. Sie reden noch kurz, ehe Saki und Tom sich verabschieden, da die Besuchszeit vorbei ist. Kaum sind die beiden aus dem Zimmer, greift Bill zu dem Telefon neben sich und wählt die Nummer von Kellys Zimmer, die er sich zuvor gemerkt hatte.

Als sie rangeht, muss er grinsen: „Ja?“„Hi! Ich bin es, Bill! Ich dachte, du hast vielleicht genau so eine Langeweile, wie ich sie gerade habe?!“ „Gedankenübertragung?“, fragt sie sicher grinsend. „Kann schon sein. Hast du Lust mir hier ein bisschen was zu zeigen? Der Arzt kommt erst in anderthalb Stunden!“, schlägt Bill vor. Kelly überlegt kurz, stimmt dann aber zu: „Klar,wieso nicht!? Kommst du rüber?“ „Geht klar. Bis gleich“, stimmt Bill zu und legt auf.

Er schaut noch einmal in den Spiegel, flucht kurz und geht dann zur Tür: „Ach, scheiß drauf!“ Er geht zwei Türen weiter und klopft an. Kurz darauf geht die Tür auf und Kelly steht in der Tür: „Hey! Sollen wir sofort los?“ Bill nickt: „Was zeigst du mir zuerst?“ „Ich dachte, ich zeige dir zu erst die Station hier und stelle dich ein paar Leuten vor. Und dann mal sehen.“ „Das klingt gut“, stimmt Bill zu und sie gehen los. Sie gehen den Gang entlang. Unterwegs kommen sie am Krankenschwesterzimmer vorbei: „Das sind die Schwestern hier auf dem Gang. Also nicht alle, aber einige“, deutet Kelly auf die vier Schwestern, die dort sitzen und Papiere ausfüllen.

Sie schauen hoch und lächeln die zwei an: „Hallo, Kelly! Zeigst du unserem Neuzugang die Station?“„Ja, ich dachte, dann lernt er hier schon ein paar Leute kennen“, nickt sie. Die Schwester steht auf: „Hallo! Ich bin Schwester Katrin!“, und sie reicht ihm die Hand, welche Bill entgegen nimmt: „Hallo! Mein Name ist Bill“, stellt er sich brav vor und kommt sich in dem Moment vor wie in der ersten Klasse, als er das erste Mal auf seine Grundschullehrerin getroffen ist.

„Das sind Schwester Melanie, Schwester Celine und Schwester Keira.“ Bill grinst: „Cool. Wie die Schauspielerin.“ Keira grinst: „Genau so.“ „Na, los, komm’. Wir gehen weiter. Tschüss, ihr!“, winkt Kelly und nachdem auch Bill zum Abschied gewunken hat, gehen sie weiter. Nachdem sie wieder ein Stück gegangen sind, kommen sie zum Aufenthaltsraum, wo sich einige Patienten aushalten.

Sie gehen rein und Bill schaut sich interessiert um. „Das dort hinten, der mit dem blauen T-Shirt, das ist Tobias. Er hat Lymphdrüsenkrebs.“ Bill nickt und sie schaut sich weiter um: „Und das Mädchen dahinten, das ist Lisa. Sie hatte einen Gehirntumor. Der ist aber jetzt weg.“ Sie deutet auf ein Mädchen, was jetzt hochschaut und beginnt zu lächeln. Dann winkt sie den beiden zu: „Hi Kelly!“, ruft sie und kommt dann rüber zu den beiden.

Bill schaut sie skeptisch an, doch sie begrüßt ihn gleich: „Hi! Bill, richtig?“, sagt sie. Bill schaut sie etwas zurückhaltend an, da er ja nicht weiß, ob sie ein Fan ist oder nicht: „Ja, ich bin Bill. Hi!“, Lisa fängt an zu lachen: „Keine Angst. Ich bin kein Tokio Hotel Fan. Nur an euch kommt man ja nicht herum. Ihr seit ja überall, wo man hinschaut.“

Jetzt werden auch Bills Gesichtzüge wieder entspannter: „Gut zu wissen.“ „Ich zeige Bill gerade ein bisschen das Krankenhaus. Wenn du Bock hast und er nichts dagegen hat, kannst du ja mit kommen“, schlägt Kelly vor und Bill nickt: „Klar, wieso nicht!?“, Lisa stimmt zu und die drei machen sich gemeinsam auf den Weg, um weiter das Krankenhaus zu „erkunden“.

Kapitel 12


Wieder drei Tage später.
Nach mehrfacher Rücksprache mit Bill haben sich die Ärzte entschlossen, ihn einer Chemotherapie zu unterziehen. Der Arzt hat Bill gerade die Entscheidung mitgeteilt und das Zimmer verlassen, als es an der Tür klopft und Gustav, Georg und Tom reinkommen. „Och nee...! Nicht ihr!“, grinst Bill. „Können ja wieder gehen“, schmollt Tom und öffnet die Tür, um geradewegs in jemanden hinein zu rennen.

Als er die Person anschaut, erkennt er Kelly: „Hi!“, grinst er sie an. Sie grinst etwas irritiert zurück: „Hi! Ist Bill da?“, Tom tritt wieder in das Zimmer: „Klar, da ist er.“ Kelly tritt ein und schließt die Tür: „Ich wusste nicht, dass du Besuch hast. Ich dachte, vielleicht hast du ja Langeweile, aber wie ich sehe, hast du gerade Besuch von deinen Freunden.“ „Ach, Quatsch ist schon okay. Das sind Gustav, Georg und Tom kennst du ja schon“, stellt Bill die drei vor. „Hi, ihr!“, begrüßt Kelly die drei und schaut einmal in die Runde, ehe sie Bill wieder ansieht: „Ich geh’ dann erst mal wieder rüber. Kannst ja Bescheid sagen, wenn du Langeweile hast“, verabschiedet sie sich und ist schon weg.

„Die ist echt knuffig“, grinst Tom und schaut jetzt seinen Bruder an. Der schaut ihn jetzt warnend an: „Lass’ es, Tom!“ Sein Grinsen verschwindet sofort wieder und er hebt unschuldig die Hände: „Was?“ „Du weißt genau, was ich meine. Lass’ es einfach, okay...? Kelly hat was Besseres verdient, als dass du sie verarscht. Mal davon abgesehen, dass ich nicht glaube das sie auf dich hereinfallen würde.“ „Spricht da etwa die Eifersucht aus dir?“, hakt Gustav grinsend nach.

„Ach, laber’ nicht“, sagt Bill, wird aber doch etwas rot im Gesicht. Georg lacht los: „Wie süß...! Bill hat Gefallen an Kelly gefunden. Also Tom..., Finger weg!“ Sofort wirft Bill lachend ein Kissen nach Georg, was dieser grinsend fängt: „Was dagegen?“„Wir doch nicht. Du weißt doch, wir gönnen dir dein Glück“, pflichtet Tom bei. „Wir wollten fragen, ob du Bock hast die neue DVD von Eminem und Lindsay Lohan zu schauen“, meint Gustav zu Bill und hält die DVD hoch. „Kannst ja Kelly fragen, ob sie mit schauen will, wenn sie Langeweile hat“, schlägt Georg vor. „Wenn Tom die Finger von ihr lässt“, grinst Bill seinen Bruder an.

Dieser nickt: „Klar doch. Du weißt doch, ich lasse meine Finger von euren Mädels. Ehrencodex.“ „Okay, kommt! Wir müssen dann in den TV-Raum gehen, weil wir nur dort einen DVD-Player haben. Vielleicht könnt ihr mir ja zum nächsten ;al meinen mitbringen?!“ sagt Bill im Rausgehen. „Klar, machen wir. Schreib’ einfach auf, wenn du noch etwas brauchst und wir bringen es dir nächstes Mal mit“, stimmt Gustav zu. Da sind sie auch schon an Kellys Zimmertür angekommen und Bill klopft.

Als er ein “Herein!“ vernimmt, öffnet er die Tür und tritt mit den anderen ein, um zu erkennen, dass Kelly Besuch hat von ihrer Familie. „Oh…, hallo! Wir wussten nicht, dass du Besuch hast.“ „Ja, meine Familie ist gerade gekommen“, grinst Kelly und deutet auf ihre Eltern und Schwester. „Hi!“, winken die vier in die Runde und lächeln. „Na, egal. Wir wollten dich eigentlich fragen, ob du mit DVD schauen möchtest, aber wenn du Besuch hast…“ „Sorry!“, schaut Kelly ihn entschuldigend an. Bill grinst: „Schon gut. Ist doch egal. Können wir ja nachholen.“

„Auf jeden Fall. Ach, Bill…, das ist meine kleine Schwester Mary. Du wolltest sie doch kennen lernen“, grinst Kelly und deutet auf ein kleines Mädchen, welches auf dem Stuhl sitzt und Bill, Tom, Georg und Gustav nur anschaut und nichts sagt. „Hi, Mary!“, grinst Bill sie an und geht auf sie zu. Er gibt ihr die Hand, die sie zögernd entgegen nimmt: „Ha-hallo, Bill!“, stammelt sie schüchtern. Er dreht sich zu den anderen drei um: „Tom, Georg und Gustav kennst du ja, oder?“, fragt er, während die drei auf Mary zu gehen und ihr grinsend die Hand geben. Mary nickt: „Ja, klar. Ich weiß alles von euch“, strahlt sie jetzt.

„Echt? Cool. Geht’s dir gut?“, fragt Tom und legt seine Hand leicht auf Marys Schulter. Diese nickt: „Super und euch?“ „Ich denke, uns allen geht es auch gut“, grinst Gustav. „So, wir gehen dann mal wieder. Kelly, du weißt ja wo du mich findest, nachher. Tschüss!“, verabschiedet Bill sich. „Tschüss, Mary! Bis demnächst!“, lächelt er Mary noch einmal an. „Tschüss, Bill! Tschüss, ihr drei!“, verabschiedet auch Mary sich von den vieren und Bill und die anderen verlassen mit einem Winken das Zimmer.

„Die scheinen ja wirklich nett zu sein die vier. Gar nicht abgehoben“, sagt Kellys Vater und ihr Mutter nickt: „Stimmt. Wirklich nette Jungs.“ Kelly lacht: „Ihr redet ja gerade so, als wenn sie sonst wer-weiß wie überheblich und arrogant rüber gekommen wären.“ „Nein, nein, das nicht. Aber es überrascht mich doch schon. Gerade wenn man so jung ist wie die vier, hebt man doch schnell ab. Aber die vier wirklich nicht. Das finde ich wirklich klasse“, bestätigt ihre Mutter.

„Oh, nein! Jetzt habe ich die vier gar nicht nach einem Autogramm oder einem Foto gefragt“, sagt Mary und schaut Kelly traurig an. „Ja, dann schau’, ob du sie noch siehst und hol’ dir ein Autogramm“, sagt Kelly und wirft ihrer kleinen Schwester einen Block und einen Stift von ihrem Nachtschrank zu.

Die rennt sofort aus der Tür und sieht noch gerade wie die Jungs am Ende des Gangs in einen Raum verschwinden. Sofort rennt sie los und kommt total außer Atem am TV-Raum an. Sie traut sich gar nicht herein zu gehen und bleibt nur in der Tür stehen und beobachtet die Jungs, die alleine in dem Raum sind.

„Hey, Tom! Schau’ mal, wie scheiße du auf dem Cover aussiehst!“, lacht Georg und schmeißt Tom ein Jugendmagazin zu. „Tja…, kann ja nicht jeder solche tollen...“, sagt Gustav, wird aber von Bill unterbrochen: „Justin Timberlake-Locken wie du haben. Ja, ja…, wir wissen es. Mach’ lieber die Tür zu, du Hans“, lacht er und deutet, ohne auf zuschauen, zur Tür. Gustav geht zur Tür und bleibt stehen: „Huch...! Hi Mary!“

Sofort schauen die anderen drei zur Tür. „Hi!“, grinst Tom. Mary fängt jetzt auch wieder an zu lächeln: „Hi!“ „Lass mich raten. Autogramme?“, grinst Gustav. Mary nickt schüchtern: „Ja wenn das okay ist.“ „Aber klar doch. Komm’ her“, sagt Georg und deutet ihr näher zu kommen. Sie nickt und kommt mit Gustav an der Hand näher. „Na zeig’ mal her!“, sagt Tom und nimmt ihr den Block ab. Er schlägt ihn auf und fängt an zu grinsen: „Deine Schwester kann wohl sehr gut zeichnen, oder?“

Alle schauen ihn fragend an, sodass Tom den Block umdreht: „Sieht doch schwer nach Bill aus“, woraufhin Bill rot wird. Mary nickt: „Ja, das hat Kelly gezeichnet. Sie zeichnet total gerne. Vor allem Leute, die sie mag.“ Georg, Tom und Gustav grinsen Bill nur an, der noch roter wird: „Grinst nicht so blöd!“, meckert er und reißt Tom den Block aus der Hand, um ein paar Seiten weiter auf eine freie Seite zu schlagen. Dann schaut er Mary an: „Bekomme ich den Stift?“, Mary nickt und reicht ihm den Stift.

Er schreibt schnell etwas auf die Seite und reicht den Block und den Stift an seinen Bruder weiter. Als alle unterschrieben haben, verabschiedet Mary sich und schließt die Tür, nachdem sie den Raum verlassen hat. Wieder grinsen Tom, Georg und Gustav Bill nur an. Dieser setzt sich kopfschüttelnd auf das Sofa: „Was nun? Wollen wir DVD schauen?“ „Klar!“, lacht Gustav und sie setzten sich alle zu Bill aufs Sofa um den Film zu schauen.

Doch Bill kann sich nicht wirklich auf den Film konzentrieren. Immer wieder muss er an Kelly denken, die nur ein paar Räume weiter in ihrem Bett sitzt und Besuch von ihrer Familie hat. Als der Film zu Ende ist, verabschieden sein Bruder und seine beiden Kumpels sich und verlassen das Krankenhaus.


Kapitel 13


Am nächsten Tag.
Tom ist gerade auf dem Weg zu Bill, als ihm der behandelnde Arzt auf dem Gang entgegen kommt und ihn aufhält: „Sie möchten sicherlich zu ihrem Bruder.“ Tom nickt: „Ja, eigentlich schon.“ Der Arzt nicht: „Ist okay. Aber ich warne Sie lieber vor. Er hat vor knapp zwei Stunden seine erste Strahlenbehandlung bekommen und es geht ihm dementsprechend. Er sieht auch sehr mitgenommen aus, aber im Großen und Ganzen ist alles in Ordnung“, lächelt der Arzt und geht weiter.

Tom schaut ihm noch kurz hinterher und setzt seinen Weg zu Bills Zimmer weiter fort. Dort angekommen klopft er an und betritt dann das Zimmer seines Bruders. Der liegt total blass und mit geschlossenen Augen im Bett, öffnet diese jetzt aber, als Tom den Raum betritt.

Sofort schießen ihm die Tränen in die Augen, was Tom sofort sieht, als er ans Bett heran tritt. „Hey, Bill! Was ist los? So schlimm?“ Bill nickt: „Ich sterbe, Tom! Ich halte das nicht aus. Wirklich! Ich hätte nicht gedacht, dass das so schlimm ist.“ Tom setzt sich neben seinen Bruder aufs Bett und nimmt diesen in den Arm: „Du schaffst das Bill. Das weiß ich.“

„Es tut aber so weh, Tom. Ich halte das echt nicht aus, wenn das die ganze Zeit so schmerzt.“ Tom sieht seinen kleinen Bruder an und bekommt Angst. Er war es immer gewesen, der die Stärke für sie beide besessen hatte. Er war derjenige, der immer wieder für sie als Geschwister gekämpft hatte. Tom schießen die Tränen in die Augen und er umarmt Bill wieder: „Du schaffst das, Bill! Du warst doch immer der Stärkere von uns beiden. Ich weiß, dass du stark genug dafür bist und das schaffst. Und ich bin doch immer für dich da. Das weißt du doch, oder?“

Bill nickt an Toms Schulter, sagt aber nichts. In diesem Moment wird Tom bewusst, dass es schon eine Ewigkeit her ist, dass er Bill gesagt hatte, wie sehr er ihn eigentlich liebte, und ihm fällt auf, dass er nie ohne ihn leben könnte. Tom schaut Bill an und lächelt diesen aufmunternd an: „Ich liebe dich, kleiner Bruder!“

Bill weiß im ersten Moment nicht, was er sagen soll, lächelt dann aber leicht: „Ich dich auch, großer Bruder!“, und er umarmt Tom wieder. Dieser drückt Bill sanft an sich. So sitzen sie eine ganze Weile dort und schweigen, ehe Tom sich von Bill löst: „Meinst du, du schaffst einen kleinen Spaziergang draußen an der frischen Luft?“ Bill nickt: „Ich werde es versuchen“, und damit wirft er die Bettdecke zurück.

Tom steht auf und reicht Bill seinen Bademantel. Dann machen sie sich auf den Weg runter in den Krankenhausgarten. „Sollen wir etwas laufen oder willst du dich lieber auf die Bank da vorne setzten?“ Bill schüttelt den Kopf: „Nein, ich möchte noch etwas rumlaufen. Wer weiß, wie lange ich das alles noch kann.“ „Okay, wie du möchtest…“, stimmt Tom zu und sie laufen eine ganze Weile schweigend nebeneinander her, bis Tom plötzlich anfängt zu reden: „Du magst sie sehr, oder?“

Bill schaut vom Boden hoch direkt in Toms grinsendes Gesicht: „Was meinst du?“„Kelly…, du magst sie oder?“, grinst Tom nun. Bill muss auch leicht grinsen: „Ja, schon.“ „Was ja schon?“, lacht Tom und boxt Bill leicht auf den Oberarm. „Was willst du denn hören? Dass ich hoffnungslos in sie verknallt bin?“, lacht Bill. Tom nickt jedoch: „Zum Beispiel.“ Bill schaut wieder auf den Boden: „Lass’ uns da auf die Bank setzten.“

Sie setzen sich und Bill schaut Tom an: „Weißt du, Tom…, sie behandelt mich nicht so wie all die anderen. Alle sehen immer nur den Bill von Tokio Hotel in mir. Ich will das aber nicht und sie ist eine der wenigen Mädchen, die den richtigen Bill in mir sieht und nicht nur irgendeine Person, die in der Öffentlichkeit steht. Kelly versucht mich wirklich kennen zu lernen. Sie ist einfach für mich da und quetscht mich nicht über irgendwelche Auftritte, Songs oder so aus.
Sie redet mit mir über andere Dinge wie beispielsweise über unsere Familien oder unsere Freunde und anderen Sachen, die uns wichtig sind. Klar ist mir die Musik und die Gruppe auch superwichtig, aber seit ich das mit der Krankheit weiß, habe ich gemerkt, dass ich so viele Dinge und Personen zurückgestellt habe, nur um mich voll und ganz der Musik zu widmen. Aber jetzt sei mal ehrlich.
Wann haben wir Oma das letzte Mal gesehen? Oder wann waren wir das letzte Mal bei Opa am Grab und haben Blumen drauf gelegt?“ Tom überlegt, es will ihm aber nicht einfallen. „Siehst du, Tom. Es ist schon so lange her, dass du es nicht mehr weißt. Genauso geht es mir auch. Mir ist echt klar geworden in den letzten Tagen, wie sehr ich sie und viele andere Dinge von früher vermisse.
Ich möchte, wenn das alles hier vorbei ist erst einmal ein paar Wochen Zeit haben, all diese Dinge wieder zu tun und all diese Leute wieder zu sehen.“ Nun schaut Tom zu Boden: „Du hast Recht. Wir haben wirklich so vieles vernachlässigt in den letzten Monaten und Jahren. Sobald das alles hier zu Ende ist, ändern wir das, ja?“, Bill nickt und umarmt seinen Bruder, als sie von einem Kreischen aufgeschreckt werden.

Irritiert schauen sie sich um und entdecken eine Gruppe von Fans, die an der Hecke außerhalb des Krankenhausgarten stehen und die beiden entdeckt haben. „Nicht schon wieder!“ flucht Bill, beginnt aber zu lächeln und winkt den Fans einmal, woraufhin sie noch mehr kreischen. Tom winkt auch einmal und schaut dann Bill an: „Gehen wir rein?“Bill nickt und die beiden stehen auf.

Sie winken den Fans noch einmal und gehen dann hoch auf Bills Zimmer. Dort angekommen geht Bill gleich wieder ins Bett. „Ich werde Saki Bescheid sagen, dass er dir auf jeden Fall einen Security vor die Tür hier stellt. Vorsichtshalber, okay?“, fragt Tom den inzwischen vollkommen erschöpften Bill. Dieser nickt nur und schließt die Augen. „Ich gehe jetzt erst einmal wieder. Ich komme morgen wieder. Ich denke, dass die anderen beiden dann auch wieder mitkommen, ja?“

Bill öffnet die Augen und schaut Tom an. Wieder muss Tom entdecken, dass das Strahlen aus Bills Augen verschwunden ist. Bill nickt und Tom steht auf. Er nimmt Bills Hand und drückt diese: „Tschüss! Bis morgen!“, und er geht zur Tür.

Dort dreht er sich noch einmal um und geht zurück zu Bill. Er beugt sich zu ihm runter und drückt ihm einen Kuss auf die Stirn, ehe er endgültig den Raum verlässt.Bill ist gerade eingeschlafen, als es wieder klopft und Kelly leise rein kommt.Sofort lächelt er: „Hey, Kelly!“ Sie kommt und setzt sich neben sein Bett: „Hi! Ich dachte, ich schaue mal vorbei.Wie geht es dir? Erste Chemo gut überstanden?“

Bill schüttelt den Kopf: „Nicht wirklich. Ich bin voll fertig. Eigentlich wollte ich schlafen.“ Kelly steht auf: „Dann komme ich nachher noch einmal wieder.“ Sofort greift Bill nach ihrer Hand: „Nein.“ Sie schaut ihn an.“Kannst du hier bleiben etwas? Ich will nicht alleine sein“, bittet er sie.Sie lächelt ihn an und nickt: „Klar bleibe ich etwas bei dir“, sagt sie und setzt sich wieder. Sie greift nach seiner Hand und drückt diese sanft. „Danke!“, bedankt Bill sich und schließt die Augen. „Kein Problem, Bill!“ Er lächelt noch mal kurz und ist wenig später wieder eingeschlafen.


Kapitel 14


1 Woche später:
Bill ist gerade mit Kelly und Lisa unterwegs auf der Station. Nach den ersten Chemos ging es ihm richtig schlecht und er hat sich fast nur übergeben, doch jetzt geht es wieder so gut, das er etwas rum laufen kann. Mittlerweile sieht man auch die Nachwirkungen der Chemo, denn Bill ist noch dünner geworden, als er es sowieso schon ist. Außerdem ist er noch sensibler geworden, als er es vorher schon war.

Kelly, Lisa und er sind gerade im Aufenthaltsraum, als Gustav den Kopf in die Tür rein steckt: „Hey, Bill!“, grinst er. Dieser dreht sich um und grinst auch: „Ach, sieh’ mal an, wenn wir da haben. Toll, dass ihr euch mal wieder blicken lasst!“ „Ja, ich weiß. Sorry! Aber wir dachten, weil es dir ja so schlecht ging, ist es vielleicht besser, wenn nicht so viele Leute auf einmal kommen.“

Er umarmt Bill zur Begrüßung und auch Georg, der hinter Gustav steht, umarmt Bill. Die beiden begrüßen auch Kelly und Lisa und schauen dann Bill an. „Schau’ mal. Wir haben deine Kamera mit. Wir haben in den letzten Tagen ein bisschen in der WG gefilmt. So ´nen bisschen in die Kamera gelabert, wie es uns geht, es dir geht und so. Hoffe, das ist okay?“, sagt Georg und reicht Bill die Kamera. „Klar ist das okay .Das ist ja auch der Sinn der ganzen Sache. Aber wieso gibst du sie jetzt mir? Du sollst filmen“, grinst Bill und gibt sie Georg zurück.

„Was macht ihr denn?“, fragt Lisa neugierig. Bill schaut sie an: „Wir filmen während meiner Behandlung und so. Anschließend will ich das als DVD für die Fans rausbringen. Damit sie sehen können, wie es uns allen während dieser Zeit ging. Sag’ mal, wo ist eigentlich Tom?“, fragt Bill jetzt und schaut sich um. „Der kommt noch. Der holt noch jemanden ab“, grinst Gustav. Bill zieht die Augenbraue hoch: „Wen denn?“ „Ist doch egal. Das siehst du dann schon! Die wollten nachher ins Zimmer kommen.“

„Okay, dann lass mal dahin gehen. Wir sehen uns nachher, ihr beiden?“, sagt Bill an Lisa und Kelly gerichtet. Die nicken nur und Gustav, Georg und Bill gehen in Bills Krankenzimmer. Dort schmeißt Bill sich gleich ins Bett und grinst: „Jetzt sagt doch schon. Wen holt Tom ab?“, Georg lacht: „Jetzt warte es doch ab. Das ist eine Überraschung.“ „Wie ich sehe, geht es dir schon wieder besser als die letzten Tage“, stellt Gustav mit einem Blick auf Bill fest.

Dieser nickt: „Die letzten Tage waren die Hölle. Ich dachte echt, ich sterbe. Ich glaube soviel gekotzt habe ich noch nie.“ Er schaut in die Kamera: „Verzeihung...! So viel habe ich mich noch nie übergeben“, grinst er. Dann schaut er Gustav wieder an: „Aber weißt du, was das Schlimmste ist? Ich komme mir vor, als hätte ich Depressionen. Jetzt bin ich superdrauf. Aber es kann sein das sich das gleich von einer Minute auf die andere ändert und ich anfange zu heulen. Das ist so schlimm.“

Da klopft es an der Tür. „Ja? Herein!“, sagt Bill und Tom kommt rein. „Ah, Tom. Hi!“, grinst Bill und schlägt bei seinem Bruder zur Begrüßung ein. „Bill..., ich habe dir jemanden mitgebracht!“, grinst Tom und deutet jetzt zur Tür, wo wenige Sekunden später eine ältere Frau rein kommt. Sofort hört Bill auf zu grinsen und bekommt Tränen in den Augen: „Oma...“ Er springt auf und rennt auf seine Oma zu, die ihn sofort in die Arme nimmt und an sich drückt. Von einer Sekunde auf die andere fängt Bill an zu weinen.

Dann schaut er Tom an: „Danke!“ Der grinst nur: „Hey kein Problem! Ich weiß doch, wie sehr du sie vermisst hast.“ „Komm’, Junge, leg’ dich wieder ins Bett“, sagt Bills Oma. Bill nickt nur und krabbelt zurück in sein Bett. Gerda setzt sich auf den Stuhl daneben und nimmt lächelnd seine Hand: „Wie geht es dir, Bill?“ Wieder fängt Bill an zu weinen: „Scheiße!“

Er schaut Gustav und Georg an: „Ich habe doch gesagt, von einer Minute auf die andere ändert sich das“, und er schaut seine Oma wieder an. „Schau’ dir nur meine Haare an“, sagt er und zieht an einer Strähne um diese dann in der Hand zu halten. „Och, Schatz...!Das ist doch nicht schlimm. Die wachsen doch wieder!“, versucht sie ihn zu beruhigen. „Ich weiß. Aber stell’ mich dir mal mit Glatze vor. Wie sieht das denn aus?Meine schönen Haare!“

Tom setzt sich auf die andere Seite des Bettes neben seinen Bruder und nimmt diesen in den Arm: „Bill, das ist nicht schlimm. Wir lieben dich trotzdem. Ob mit oder ohne Haare.“ „Das weiß ich doch. Aber ich erkenne mich momentan selber nicht wieder. Das bin nicht mehr ich. Versteht ihr? Wenn ich morgens in den Spiegel schaue, denke ich immer wieder nur:“Das kannst doch nicht du sein oder?Diese eckelige dünne Gestalt da,der die Haare ausfallen.“ Von einer Minute auf die andere geht es mir total schlecht und ich könnte nur noch heulen.“

„Das ist normal mein Kind. Das geht aber auch wieder vorbei. Das Wichtigste jetzt ist, dass du wieder gesund wirst und bald wieder das tun kannst, was du tun möchtest: Musik machen! Aber jetzt leg’ dich erst einmal wieder hin.“ Bill legt sich hin und schaut alle nacheinander an: „Sorry, aber ich weiß gar nicht, ob es momentan noch das ist, was ich überhaupt tun möchte.“

Gustav, Georg und Tom schauen ihn geschockt an, doch Gerda streicht ihm nur über die Wange: „Jetzt werde erst einmal wieder gesund und dann schau’ wie es weitergehen soll.“ Bill nickt und schließt die Augen. Wenig später ist er eingeschlafen. Als Gerda die anderen drei Jungs anschaut, sieht sie in die immer noch geschockten Gesichter.

Sie fängt an zu lächeln und tätschelt deren Hände: „Macht nicht solche Gesichter, Jungs! Er hat das nicht so gemeint. Er kommt nur momentan selber nicht mit der Situation klar. Er wird auf jeden Fall wieder Musik machen, wenn das alles hier vorbei ist. Da bin ich mir zu hundert Prozent sicher.“ Gustav nickt nur und verlässt dann schnell das Zimmer, damit niemand sieht, wie ihm jetzt die Tränen über die Wangen laufen.

Sofort springt Tom auf und geht hinter her. Er schaut sich auf dem Gang um und sieht, wie Gustav Richtung Fahrstuhl geht. Er rennt hinter her und kann gerade noch in den Fahrstuhl springen, ehe dieser sich schließt. „Gustav…?“, fragt Tom vorsichtig. Dieser schaut weiter zu Boden, doch anhand des leisen Schluchzens und dem Zucken seiner Schultern erkennt Tom, dass er weint.

Er tritt auf ihn zu und nimmt ihn in den Arm, woraufhin Gustav richtig anfängt zu weinen: „Ich erkenne ihn nicht wieder Tom...“ „Ich weiß. Ich weiß auch ab und zu nicht mehr, wer das wirklich ist, aber das wird alles wieder.“ Da öffnet sich die Fahrstuhltür und die beiden treten heraus. Sie setzten sich auf zwei Stühle, die dort stehen, und Tom nimmt Gustav wieder in den Arm, wo dieser weiter weint.

Nach einer Weile schaut er ihn an: „Schau’ mich an Gustav“, bestimmt er.Gustav schaut hoch und versucht die Tränen zu unterdrücken. „Wir müssen jetzt stark sein. Er muss sehen, das wir für ihn da sind und ihn unterstützen und ihm helfen, wo wir können. Und wenn wir nur da sitzen und seine Hand halten!“, Gustav nickt und wischt sich die Tränen weg: „Ich weiß.“

Tom grinst ihn an: „Und jetzt grins’ mal, mann, ey...! Du schaust, als wäre jemand gestorben.“ Gustav muss lachen und schüttelt den Kopf: „Spinner!“ „Jungs, ihr könnt ja gerne weiter tratschen, aber ich würde vorschlagen, dass ihr das woanders tut. Fans im Anmarsch!“ Da tritt da plötzlich ein Security auf die beiden zu. Sie schauen sich um und tatsächlich kommt eine Gruppe von fünf Fans auf sie zu.

Sofort stehen sie auf und gehen Richtung Fahrstuhl. Zu ihrem Glück ist dieser gerade auf und sie gehen sofort rein. Der Security bleibt davor stehen und hält die Fans auf, sodass diese nicht in den Fahrstuhl einsteigen können. Sie drücken den Knopf der dritten Etage und der Fahrstuhl schließt sich. „Du weißt aber schon das Bills Zimmer in der fünften Etage ist, oder?“, grinst Gustav. „Ich weiß. Aber die Fans hätten es gesehen und so denken, sie er liegt in der dritten Etage“, grinst Tom und drückt nun auf die Fünf.

„Schlaues Bürschen. Man merkt, dass du viel von Saki lernst!“, lacht Gustav, als sie auch schon halten. „Da seid ihr ja. Alles wieder klar?“, fragt Georg, der gerade runterfahren und schauen wollte, wo die beiden sind. Gustav nickt: „Ja. Sorry!“ „Schon okay“, lächelt Georg Gustav aufmunternd an und sie gehen zurück zu Bills Zimmer.

Dieser schläft immer noch und Gerda sitzt immer noch an seinem Bett und hält seine Hand. Sie lächelt, als die drei reinkommen: „Da seid ihr ja wieder.“ Gustav nickt: „Ja, da sind wir wieder“. und sie setzten sich wieder. Eine ganze Weile sitzen die vier nur da und beobachten den schlafenden Bill, bis Georg die Stille unterbricht: „Er wird das schaffen.Mit unserer Hilfe.“ Gustav und Tom schauen ihn an und nicken.

Gerda lächelt: „Bill kann so stolz drauf sein, das er euch als Bruder und Freunde hat.“ Tom schaut Gustav und Georg an: „Das ist er auch. Das weiß ich.“ Die beiden grinsen ihn nur an und es herrscht wieder Stille im Zimmerbis die vier aufbrechen.


Kapitel 15


Anderthalb Monate später:
Bill ist heute nach Hause gekommen. Er war zwar zwischendurch für ein oder zwei Tage zu Hause, weil er an den Tagen keine Behandlung hatte, doch seit gestern ist die Behandlung vorerst abgeschlossen. Jetzt bleibt es nur erst einmal abzuwarten. Da der Krebs bei Bill bereits im Anfangsstadium entdeckt wurde, konnte die Behandlung ziemlich schnell beendet werden. Anders als bei Kelly, die noch immer im Krankenhaus ist.

„So, da wären wir. Willkommen zurück zu Hause!“, grinst Saki und schiebt die Wohnungstür auf. Sofort steigen Bill die Tränen in die Augen, als er das Willkommensschild an der Wand sieht. Als er näher heran tritt, erkennt er mehrere Karten auf der Kommode von vielen Freunden und Kollegen wie beispielsweise Nena, Oliver Pocher, den Killerpilze oder Sarah und Marc, in denen sie Bill alles Gute wünschen.

Er liest sie sich durch und dreht sich dann zu den anderen um: „Danke!“ Er tritt auf sie zu und umarmt sie alle. Dann schaut er in die Kamera, die die Ankunft von Bill in der Wohnung natürlich aufgenommen hat, und sagt: „Wie ihr seht, habe ich richtig liebe Kollegen! Danke!“ „Hast du Hunger? Wir haben dir extra Hähnchen besorgt!“, lacht Georg und sie gehen in die Küche.

Als Bill das Hähnchen sieht, muss er lachen: „Ja, ich habe Hunger.“ „Gut, ich mache was zu essen, während du auspackst, okay? Ich sage bescheid, wenn das Essen fertig ist!“, sagt Saki und scheucht die vier aus der Küche. „Danke, Papa!“, schreit Georg noch aus dem Flur und die anderen lachen. „Komm’, ich helf’ dir gerade schnell!“, schlägt Tom vor und trägt Bills Tasche in sein Zimmer.

Dort angekommen stellt er sie auf das Bett und öffnet sie, während Bill nur mitten im Raum stehen bleibt und sich umsieht. Tom muss grinsen und schaut Georg und Gustav an, die in der Tür stehen und Bill beobachten. „Und noch alles da?“, fragt Gustav dann grinsend. Bill schaut ihn an und nickt grinsend: „Ja, noch alles da. Ich war so oft hier in den letzten Wochen, habe es aber nie wirklich wahrgenommen.“

Bill schaut sich wieder um und sein Blick bleibt an dem Laptop hängen: „Wart ihr in den letzten Wochen noch einmal im Forum?“, fragt er und setzt sich an den PC Tisch. „Nicht wirklich. Sorry!“, sagt Gustav und die drei setzten sich zu Bill. Dieser geht gleich in das Forum und loggt sich ein.

Sofort erscheint ihm ein Fenster, dass er Privat-Nachrichten erhalten hat. Er öffnet einige davon, klickt sie dann jedoch weg da es doch zu viele sind um sie jetzt alle zu lesen. Er geht gleich in die oberste Area und öffnet dort ein neues Thema: Ihr werdet mich NIIEE los!

Dann fängt er wieder an zu tippen:

Hallo, ihr Lieben!
Hier ist Bill. Ich weiß, ich hatte euch gesagt, dass Gustav, Georg oder Tom ab und zu mal vorbei schauen werden und euch berichten werden, wie es mir geht, aber sie haben es echt verplant. Typisch die drei Chaoten!


„Aua..., das tut weh!“, meckert Bill, als er einen Schlag auf den Oberarm von Georg bekommt. „Och, kleiner Bruder!“, stichelt Tom und streicht Bill über das Kopftuch, welches seine Glatze versteckt. „Schnauze!“, schimpft Bill und tippt weiter:

Wie gesagt leider haben die drei es nicht wirklich geschafft, da es hier wirklich teilweise heftig zuging. Sorry deswegen!
Ja, wie ihr seht, bin ich wieder da und mir geht es wieder viel besser, als noch vor ein paar Wochen. Ich habe meine Chemobehandlung gestern beendet und ich hoffe, dass es ab jetzt wieder bergauf gehen wird.

Bis jetzt sieht aber alles gut aus. Während der gesamten Behandlung ging es mir teilweise wirklich schlecht. All die Tabletten und Strahlenbehandlungen haben teilweise einen Menschen aus mir gemacht, den weder ich, noch jemand anderes in meinem näheren Umfeld vorher kannte. Doch jetzt bin ich wieder ich. Also vom Menschen her.

(Leider) muss ich euch aber mitteilen, dass ich vom Aussehen nicht mehr der Bill bin, den ihr bis vor knapp vier Monaten kanntet. Während meiner Behandlung sind all meine Haare ausgefallen und ich bin noch dünner geworden. Zwar war es zu Beginn der Behandlung noch schlimmer, doch auch jetzt sieht man noch deutlich die Spuren. Ich hoffe wirklich, dass das alles euch nicht zu sehr abschrecken wird, sondern euch nur noch mehr verdeutlichen wird, dass auch wir nur normale Menschen sind.

Von hier aus auch noch einmal ein riesengroßes Dankeschön an alle Fans da draußen, die sich an meine Bitte gehalten haben und weder hier vor der Wohnung und dem Studio aufgetaucht sind und auch nicht die ganze Zeit über vor und in dem Krankenhaus waren. Leider gab es immer wieder einige, die sich nicht an meine Bitte gehalten haben. Bei diesen Personen kann ich nur sagen, dass auch wir uns beim nächsten Mal nicht an deren Bitten und so was halten werden. An alle anderen noch einmal ein RIESIGES DANKESCHÖN!

Alles Liebe Bill, Tom, Gustav und Georg



Kapitel 16


Gustav lacht los: „Du bist fies! „Mach’ die doch nicht so heiß darauf.“ Bill grinst ihn dreckig an: „Ja, mann, das bin ich“, und er schickt alles ab. Nur ein paar Minuten später ist die Hölle in dem Topic los, denn alle Fans sind in voller Aufregung, endlich wieder von Bill zu hören.

User 1: JAA! Bill ist wieder da! Ich kann es nicht fassen...! Es tut so gut zu wissen, dass du wieder zu Hause bist und es dir soweit gut geht. Ich bete, dass das alles jetzt ein Ende für dich und deine Familie und Freunde hat. Ich freue mich schon sehr auf deine Überraschung und kann es kaum erwarten zu erfahren, was es sein wird. PS: Und ich glaube kaum, dass es irgendjemanden hier gibt, der dich aufgrund einer Glatze oder einer dünneren Gestalt nicht trotzdem liebt.

User 2: Mein Baby ist wieder da! Bill, ich bin soo froh, dass du wieder da bist und du alles gut überstanden hast. Ich hoffe wirklich, dass wir alle dich bald wieder sehen werden. Wir alle haben euch und besonders dich in den letzten Wochen vermisst...
An User 1: Ich gebe dir Recht. Wenn hier jemand ist, der Bill aufgrund dieser Dinge nicht mehr gut findet, der ist kein Fan..., denn ein wahrer Fan steht IMMER hinter seinem Star. Egal, ob in guten oder schlechten Zeiten..., und ja..., ich bin auch schon gespannt, was die Überraschung sein wird...

User 3: Ich gebe euch beiden in ALLEM Recht. Ich hatte die ganze Zeit über so eine Angst, weil ich nicht wusste, wie es Bill geht und was mit ihm ist. Also Tom, Gustav und Georg..., in die Ecke und eine runde schämen! Aber jetzt bin ich erst einmal froh, dass es dir wieder etwas besser geht, Bill. Und wer weiß..., vielleicht sehen wir ja auch bald einige Bilder in der Zeitung oder im TV...


„Also ihr drei. In die Ecke und eine Runde schämen. Ihr habt gelesen was User 3 geschrieben hat!“, lacht Bill die drei aus. „Keine Lust“, grinst Georg. Bill schaut sich kurz um und steht dann auf, um geradewegs auf die Digicam zuzugehen, die im Regal steht: „Kommt ihr mit drauf?“

Die drei stimmen zu: „Klar. Selbstauslöser?“, fragt Gustav. Bill nickt lachend: „Ja, und der Selbstauslöser heißt…SAKI!“, schreit er. Sofort kommt Saki erschrocken angerannt, in der Angst, etwas wäre passiert: „Was ist los? Ist was passiert?“ Alle vier lachen und Bill hält ihm die Digicam vor die Nase: „Ja, es ist etwas passiert. Ich habe dich gerade zu unserem Selbstauslöser ernannt.“

Saki sieht ihn mit zusammen gezogenen Augen an: „Ach, wirklich?“, fragt er und nimmt Bill die Digicam aus der Hand. Tom, Georg und Gustav stehen auf und gehen zu Bill rüber, der schon die Tasche von seinem Bett gestellt hat und sich drauf geschmissen hat: „Boah ich habe ganz vergessen, wie geil mein Bett ist!“, lacht Bill und hüpft drauf herum. „Ja, ja, jetzt bleib’ still sitzen“, sagt Tom und drückt seinen Bruder runter aufs Bett.

Die drei setzten sich drum herum und Saki macht ein Foto, als Tom aufspringt: „Scheiße, ich muss ein anderes T-Shirt anziehen!“ Sofort packt Georg ihn am Arm: „Mann, das ist keine Modenshow oder Fotoshooting, hier. Jetzt bleib’ schon sitzen und lass’ Saki die Fotos machen, damit er weiter Essen machen kann“, und er zieht eine Augenbraue hoch. „Genau, ich habe Hunger!“, meckert Bill. „Ist ja schon gut“, rümpft Tom die Nase und setzt sich wieder aufs Bett.

Saki macht mehrere Fotos in unterschiedlichen Posen der Jungs. Mal ganz normal und mal, wenn sie Grimassen ziehen oder sich gegenseitig ein wenig aus Spaß hin- und herschubsen. „So, ich muss, sonst war es das gleich mit Essen!“, sagt Saki, reicht Bill die Cam und verschwindet wieder in die Küche. Sofort zieht Bill die Bilder auf seinen Laptop und sie schauen sie sich an.

Bei manchen Bildern müssen sie echt lachen, weil entweder irgendwer gerade eine wirklich verrückte Grimasse zieht oder bei den ernsten Fotos total verwirrt in die Kamera geschaut hat. Sie suchen ein paar schöne Fotos raus, laden sie hoch und stellen sie online. Dann surfen sie noch etwas in dem Forum rum, ehe sie sich wieder ein paar antworten durch lesen.

User 1: Und du sagst, dass du hoffst, dass wir durch dein Aussehen nicht abgeschreckt sind!? Aber soll ich dir mal etwas sagen? Du siehst noch genauso süß aus wie vorher...und die Haare sind egal..., die wachsen wieder. Genauso, wie du auch wieder dicker werden wirst. Das alles interessiert doch jetzt nicht. Die Hauptsache ist, dass es dir wieder gut geht und das scheint es ja, den Bildern nach zu urteilen. Also alles Gute zur Genesung!

User 4: Uih, wie süß die Bilder sind...! Und ich sehe da nichts Abschreckendes..., sondern nur wie User 1 bereits gesagt hat..., einen knuffigen Typen, der jetzt zwar keine Haare hat und etwas dünn ist. Was aber nicht interessiert...! Immerhin wird sich das wieder ausgleichen mit der Zeit...



Kapitel 17


„Soll ich euch mal etwas sagen? Wir haben doch die geilsten Fans auf der Welt!“, sagt Gustav ernst. Tom nickt: „Stimmt. Ich wusste es schon immer.“ „Jungs, Essen ist fertig!“, ruft Saki da aus der Küche. Die vier schauen sich an und springen gleichzeitig auf, um in die Küche zu rennen.

Dort deckt Saki gerade den Tisch zu Ende und wird fast von Gustav umgerannt, der zu seinem Platz am Fenster rennt. „Holla, die Waldfee! Immer langsam mit den wilden Pferden!“, grinst er und stellt die letzten Gläser auf den Tisch. „Also irgendwer von euch muss aber die Getränke aus der Kammer holen. Das kann ruhig mal wer von euch tun!“, sagt Saki und stellt das Essen auf den Tisch.

Bill springt auf und hüpft in die Kammer, um kurz darauf mit vier Dosen Energydrinks und einer Flasche Wasser wiederzukommen. Er stellt alles auf den Tisch und verschwindet dann noch einmal kurz in sein Zimmer, um dann wieder mit seinen Tabletten zu erscheinen. Er hält die Schachtel grinsend in die Luft: „Die wollen wir ja mal nicht vergessen“, und er setzt sich wieder. Nachdem er seine Tablette genommen hat, beginnen sie zu essen.

2 Wochen später.
Bill liegt noch im Bett und schläft, als die Zimmertür aufgerissen wird und ein total überdrehter Tom ins Bett gesprungen kommt: „Happy Birthday, Brüderchen! Aufstehen, du Schlafmütze! Heute ist unser Geburtstag!“ Bill öffnet langsam die Augen und schaut in das überaus grinsende Gesicht von Tom, das über seinem Kopf gebeugt ist. Sofort schließt er wieder seine Augen und dreht sich zur anderen Seite, um kurz darauf auf zu springen.

Anscheinend zu schnell, denn Toms Kopf war noch im Weg, sodass er voll mit dem Gesicht gegen Tom schlägt. Dieser lässt sich vor Schmerzen neben Bill ins Bett fallen und stöhnt auf: „Boar, Bill! Danke, ey!“, bedankt er sich bei Bill, doch dieser hält sich selber die Nase, die wohl mehr abbekommen hat als Toms gesamtes Gesicht. „Scheiße..., Nasenbluten!“, flucht Bill und springt auf. Er schaut sich im Zimmer um und entdeckt ein altes T-Shirt von sich, welches er sich schnell unter die Nase hält.

Dann schaut er Tom böse an: „Musst du mich so erschrecken oder was?“ „Ruhig Blut! Alter, heute sind wir endlich 18!“ Jetzt fängt auch Bill an zu grinsen: „Stimmt!“ Er nimmt das T-Shirt weg und das Nasenbluten hat aufgehört. „Herzlichen Glühstrumpf, Großer!“, sagt Bill und umarmt seinen Zwillingsbruder.

Da wird die Zimmertür wieder aufgestoßen und Gustav, Saki und Georg kommen mit einer Torte mit 18 Kerzen drauf und ein Geburtstagslied singend rein. Tom und Bill schauen sich grinsend an und setzen sich dann aufs Bett. Die drei gehen auf die Zwillinge zu, die nur grinsend auf dem Bett sitzen und zuschauen können. Als die drei zu Ende gesungen haben, pusten Bill und Tom zusammen die Kerzen aus und Saki stellt die Torte auf den Tisch, während die anderen beiden bereits gratulieren.

Nachdem alle gratuliert haben, schaut Saki Tom und Bill an: „Was habt ihr denn gemacht? Euch ins 18. Lebensjahr geprügelt?“ „So ähnlich. Tom hatte die geniale Idee, mich zu wecken. Also ist er auf mein Bett gesprungen. Direkt mit seinem Gesicht über meins. Er fängt an zu schreien, ich erschrecke mich und mehr muss ich wohl nicht sagen oder?!“, lacht Bill jetzt. „Okay, das musst du wirklich nicht. Na ja, wenigstens wird Tom noch etwas länger was davon haben. Bei der Beule am Kopf“, grinst Georg.

„Na, los, lasst frühstücken!“, schlägt Gustav vor und sie begeben sich in die Küche, wo bereits alles fertig gedeckt ist. „Geil, wir müssen öfters Geburtstag haben. Dann gibt es Brötchen!“, lacht Bill und setzt sich an den Tisch. „Du tust ja gerade so, als wenn ihr sonst nie Brötchen bekommt“, bemerkt Saki. „Wieso? Tun wir das denn?“, fragt Tom scheinheilig. Saki nimmt ein Brötchen und wirft dieses nach Tom, der es geschickt fängt: „Danke, aber das wäre doch nicht nötig gewesen.“


Kapitel 18


Am Abend:
„Mann, Tom, Bill, beeilt euch! Die ersten Gäste kommen gleich!”, ermahnt Georg die beiden. Sofort kommen die beiden aus ihren Zimmern gesprungen und rennen auf die Tür los: „Schon da!“, grinst Tom, wobei sein neues Lippenpiercing aufblitzt. Auch Bill grinst. „Lasst uns runter gehen“, sagt Georg und sie gehen runter in den Garten, der zum Studio und zur Wohnung gehört.

Saki und Gustav sitzen dort gemütlich am Tisch und warten schon. „Na endlich!“, verdreht Gustav die Augen und Saki grinst nur. „Ich habe gehört, hier steigt ´ne fette Party?“, sagt da jemand hinter ihnen und, Andi, ein Kumpel von Tom und Bill kommt in den Garten. „Andi!“, schreien die beiden auf und rennen wie solche kleinen Kinder auf ihn zu, um ihn zu begrüßen.

„18? Niemals!“, ruft Georg frech mit einem Blick auf Tom und Bill. Nach und nach trudeln immer mehr Gäste ein, auch einige Promis wie Nena, Nevada Tan und Sarah und Marc. Auch einige von Bills und Toms „normalen“ Freunden kommen und viele ihrer Familie. Die Party ist schon im vollen Gange. Bill steht gerade mit Nena und Tom an der Bar, als Gustav kommt: „Ihr habt noch einen Besucher bekommen“, grinst er und deutet Richtung Eingang.

Als Bill hinschaut, beginnt er zu grinsen: „Kelly“, flüstert er und geht auf sie zu. Sie schaut sich suchend um, als sie Bill entdeckt, der lächelnd auf sie zukommt. Er schließt sie sofort in die Arme: „Hey! Schön, dass du es doch geschafft hast.“ „Ja, ich habe es doch geschafft. Alles Gute zum Geburtstag! Jetzt bist du einer von den Großen!“, grinst sie und reicht ihm sein Geschenk.

Bill bedankt sich und führt sie dann zur Bar: „Was möchtest du trinken?“ „Eine Cola wäre nicht schlecht. Wo ist denn Tom geblieben?“, fragt sie und schaut sich um. „Der steht da vorne und unterhält sich mit Nena und Gustav über uns“, grinst Bill und deutet auf die drei, die am Ende des Gartens stehen und immer wieder zu den beiden rüber schauen und grinsen. „Ich gehe ihm gerade gratulieren, ja?“, lächelt Kelly. „Ja, ist okay. Ich bring’ dir gleich deine Cola.“ „Dank dir!“, bedankt Kelly sich und geht zu Tom rüber.

Sie gratuliert ihm und hat ihm gerade sein Geschenk gereicht, als Bill kommt und ihr die Cola gibt: „Bitte schön!“ „Du bist also Kelly, auf die Bill schon den ganzen Abend gewartet hat?! Schön dich kenne zu lernen. Ich bin Nena!“, stellt Nena sich vor. Kelly grinst und reicht ihr die Hand: „Ja, ich bin Kelly! Hi!“ „Komm’, ich stell dir ein paar Leute vor“, schlägt Bill vor und nimmt Kelly an die Hand. „Man sieht sich. War schön, dich kennen zu lernen“, grinst Kelly und Bill zieht sie von der Gruppe weg.

„Mann, ist der verschossen. Ich kann es ihm aber nicht verübeln. Nicht schlecht das Mädel, wenn ich manchmal an die Blicke meines Freundes denke!“, lacht Nena. „Oh, ja! Ich glaube, sie ist auch ein Grund, wieso er das alles die ganze Zeit so gut ausgehalten hat“, sagt Tom und schaut den beiden noch einmal hinterher, ehe er sich wieder Nena und Gustav zuwendet. Bill hat Kelly gerade Andi und den Jungs von Nevada Tan vorgestellt, als sie am Buffet vorbei kommen. „Möchtest du was essen? Wir haben alles da, was das Herz begehrt. Hier…, Hähnchen. Ganz wichtig für mich!“, grinst er.

Kelly schüttelt grinsend den Kopf: „Nein danke. Jetzt gerade nicht. Nachher vielleicht.“ „Wenn dann noch etwas da ist. Ich sehe gerade das Franky und David sich auf den Weg zum Buffet machen!“, lacht er. „Sei doch ruhig, du Dummköpfchen!“, grinst Franky. „Ich weiß, dass ihr mich liebt. Ihr alle!“, lacht Bill. „Das sowieso. Das weißt du doch!“, grinst David. „Willst du uns nicht das süße Girl an deiner Seite vorstellen?“, fragt Franky und lächelt Kelly an.

Bill schaut ihn mit hochgezogener Augenbraue an, stellt Kelly dann aber den beiden vor. Sie unterhalten sich etwas, als Saki ganz aufgebracht in den Garten gerannt kommt: „TOM! BILL! SCHNELL! ES GIBT EIN PROBLEM, HIER DRAUßEN!“, schreit er quer durch den Garten und rennt wieder raus aus dem Garten.


Kapitel 19


Bill und Tom schauen sich quer durch den Garten an und rennen dann beide los. Alle Gäste schauen sich verwundert an und gehen dann aber hinterher. Als die Zwillinge aus dem Garten nach vorne vor die Wohnung kommen, bleiben sie wie vom Schlag getroffen stehen.

Vor ihnen steht ein silberner Toyota LandCruiser und ein schwarzer BMW Geländewagen. Beide haben eine große rote Schleife um das Auto und ein zwei große Luftballons auf denen „Happy Birthday“ steht. Die zwei schauen sich nur mit offenem Mund an und schauen dann zu Saki, der nur grinst. Auch Georg und Gustav, die mittlerweile bei Saki stehen, grinsen die zwei an.

„Aber...ich…meine...“, stottert Tom, der sonst nie sprachlos ist. Er schaut wieder Bill an, der auch noch immer keinen Laut von sich gibt, jetzt aber auf den BMW zugeht und diesen anschaut. Dann schaut er wieder zu Saki, Georg und Gustav: „Sind die für uns?“ „Also ich kenne keinen, der heute noch hier ist und Geburtstag hat. Und dazu noch 18 wird!“, lacht Gustav. „AH!“, schreit Tom los und rennt kreischend auf Saki, Gustav und Georg zu, die nur lachen. Auch Bill rennt auf die drei zu und die zwei fallen ihnen gleichzeitig in die Arme.

Die Gäste, die das ganze mit angesehen haben, lachen los und klatschen. Bill und Tom bedanken sich überschwänglich bei Gustav, Saki und Georg und gehen dann zu ihren Autos. Sekunden später hält Saki die Schlüssel hoch: „Ich würde ja jetzt gerne sagen „Los auf zu einer Spritztour!“, aber ohne Führerschein ist dieses leider auch für Superstars nicht erlaubt.“„Erstens wird ein Blick ins Innere doch wohl erlaubt sein und zweitens warte mal, ich komme gleich wieder!“, sagt Tom und rennt rein.

Ein paar Minuten später kommt er wieder, drückt Saki etwas in die Hand und nimmt ihm den Schlüssel für den LandCruiser aus der Hand: „Wer will mitfahren? Traut sich jemand?“, grinst Tom und schaut in die Runde. „Aber...wie hast du das denn gemacht?“, fragt Georg überrascht und schaut auf Toms Führerschein in Sakis Hand. „Tja…, Organisation heißt das Zauberwort!“, lacht Tom.

Sofort steht Bill neben ihm: „Ich fahre mit. Kelly, komm’ mal!“, ruft er. Diese schüttelt den Kopf, woraufhin Bill hinrennt und sie an der Hand zum Auto zieht: „Komm’ schon, bitte.Ich vertraue meinem Bruder, dass er uns heile wieder zurückbringt.“ Tom fängt dreckig an zu lachen: „Sicher?“, und seine Augen blitzen kurz auf vor Lachen. „Ja, sicher. Los, jetzt, Saki, gib ihm den Schein wieder, dass wir losdüsen können! Ich will wissen wie der fährt.“ „Ich will auch mit!“, springt Gustav da vor und reicht Tom den Führerschein.

„Einer kann noch mit. Noch wer den Mut?“, grinst Tom und schaut alle an. Alle grinsen nur, aber keiner will mit fahren, bis Franky vorspringt: „Mann, wenn ihr alle Angst habt, fahre ich eben mit!“ Alle steigen ein und kurz bevor Franky als Letzter einsteigt, schaut er noch einmal zu den Gästen: „Also falls ich nicht mehr wiederkomme. War schön euch alle kennen gelernt zu haben. Jungs, sagt meiner Familie, dass ich sie liebe und einem riesigen Dank an die Fans für alles!“, Timo lacht: „Halt’ den Mund und steig’ ein.“

Franky steigt ein und kaum ist die Tür zu, startet Tom das Auto: „Oh, Gott! Ist das riesig!“, sagt er und schaut sich alles noch einmal an, bevor er den Rückwärtsgang einlegt. Sie fahren ein Stück rückwärts, als der Wagen ausgeht. „Haha..., du Spezialist!“, lacht Gustav. Tom dreht sich im Sitz und schaut Gustav an: „Willst du aussteigen?“, grinst er. Gustav hebt unschuldig grinsend die Hände hoch und ist schon wieder ruhig. „Na, also. Noch wer, der was zu melden hat?“, grinst Tom alle einmal an. „Nee, nee. Fahr’ du mal. Wirst schon wissen, was du tust“, sagt Kelly und klopft ihm von hinten auf die Schulter. „Danke, Kelly! Wenigstens eine, der mir vertraut“, und schon startet er das Auto neu.

„Na, also geht doch. Alle angeschnallt? Dann kann es ja losgehen!“, sagt Tom und sie fahren los. Sie drehen eine Runde und sind nach zwanzig Minuten wieder an der Wohnung angekommen. „Der fährt sich ja mal geil!“, strahlt Tom, als sie aussteigen. „Muss ich schon sagen. Du fährst echt gut. Ich kenne viele, die haben den Führerschein schon paar Jahre und fahren noch nicht so gut und so sicher wie du, Respekt!“, sagt Kelly und grinst.

Die fünf gehen zurück in den Garten, wo sie schon erwartet werden. „Und wie fährt er sich?“, fragt Sarah. „Geil! Ich könnte jetzt den ganzen Tag Auto fahren. Vor allem groß genug für meine vielen Frauen und meine dutzende Kinder!“, lacht Tom. Alle lachen los. „Was? Träume darf man doch wohl noch haben!“, grinst er.


20. Kapitel


Bei Bill.
„Du Bill? Wo ist denn die Toilette?”, fragt Kelly und beugt sich etwas zu Bill rüber. „Einen Moment. Ich zeig’ sie dir. Ich muss sowieso rein, die Digicam leeren. Dann nehme ich gerade noch ein paar Geschenke mit rein.“ Er geht zum Geschenktisch und nimmt sich ein paar Geschenke, ehe er mit Kelly nach oben geht.

Er legt die Geschenke in seinem Zimmer aufs Bett und dreht sich dann zu Kelly um, die in der Tür steht. „Komm’, ich zeig sie dir“, grinst er und geht an ihr vorbei zur Toilette. „So, voilà…, da ist sie.“ „Danke!“, lächelt Kelly und Bill geht wieder in sein Zimmer. Er macht den Laptop an und während dieser hochfährt, schaut er sich die Geschenke auf seinem Bett noch einmal genauer an, wobei ihm eine CD an dem Geschenk von Kelly auffällt. Er öffnet sie und legt sie in den CD-Player. Keine Sekunde später ertönt die Stimme von Sarah Connor.

Tell me what I should I do
Just seems I'm falling so deep into you
Why did it take me so long to find
Someone so perfect, someone so right
Baby I love you and that’s mo mistake
I have imagined this moment for life
I have spent many days and so many nights
Holding my pillow as I close my eyes

Baby, just call me if you need me baby
You can reach me baby
Baby, just call me if you need me I'm there
Anytime I'll be there trough it all, baby

I have known so much pain
Now that you've come you cleared all of my rain
You gave me sunshine all trough the night
Everything you do it just seems to be right
I'm not afraid to go on no more
You've picked me up off the floor
Make me the woman that I wanna be
And it’s cause of you
Cause of you that I live

Baby, just call me if you need me baby
You can reach me baby
Baby, just call me if you need me I'm there
Anytime I'll be there trough it all, baby

I have spent so many nights dreaming about
Finding that someone that fits in my life
So full of passion, so full of life

Baby, just call me if you need me baby
You can reach me baby
Baby, just call me if you need me I'm there
Anytime I'll me there trough it all, baby


21. Kapitel


Der Song ist gerade zu Ende, als er eine Bewegung hinter sich wahrnimmt. Erschrocken dreht er sich um und sieht Kelly, wie sie in der Tür steht und ihn beobachtet. „Kelly..., hast du mich erschrocken!“, sagt er und packt sich an die Brust. „Tut mir Leid! Ich wollte dich nicht erschrecken. Ich hatte gehofft, du hörst es erst, wenn ich schon weg bin…“, lächelt sie schüchtern.

Bill steht auf, zieht sie ins Zimmer und schließt die Tür hinter ihr. Dann dreht er sich wieder zu ihr und sieht sie an: „Wieso?“ „Was, wieso?“, fragt sie irritiert. „Wieso du gehofft hast, dass ich es erst höre, wenn du schon weg bist…“, sagt Bill ernst und tritt einen Schritt näher an sie ran. „Ich weiß nicht. Wahrscheinlich, damit ich nicht dabei bin, wenn ich ins Töpfchen laufe“, grinst sie verunsichert.

Jetzt tritt Bill ganz an sie ran und nimmt ihre Hände in seine: „In welches Töpfchen denn? Was ist denn, wenn ich genau dasselbe von dir denke? Was ist, wenn ich genauso fühle?“, fragt Bill und schaut sie fragend an. „Keine Ahnung. Tust du es denn?“ „Kelly…, natürlich tue ich das. Du warst in den letzten Wochen mit die wichtigste Person in meinem Leben. Nur weil du bei mir warst, habe ich das alles durchgehalten.

Du bist nicht wie all die anderen, die nur darauf aus sind, den Bill von Tokio Hotel zu kennen, sondern du hast gleich von Anfang an, versucht mich als Person kennen zu lernen. Du hast mich nicht mit irgendwelchen Liebesschwüren über unsere Songs oder so zu geredet oder mich über irgendetwas ausgequetscht, sondern du hast mir die ganze Zeit deutlich gemacht, dass du an mir Bill und nicht an dem Sänger Bill interessiert bist. Das sind unter anderem Gründe, warum…ich mich…in dich…verliebt habe...“, sagt Bill, woraufhin jetzt ein Lächeln in Kellys Gesicht erscheint: „Und worauf wartest du dann jetzt noch?“

„Wie?“, fragt Bill irritiert. Kelly muss lachen: „Küss’ mich doch einfach!“, grinst sie und das lässt sich Bill nicht zweimal sagen. Er fängt an zu grinsen und beugt sich dann zu ihr rüber. Kurz bevor er mit seinen Lippen ihre berührt, schließt er seine Augen. Erst küsst er sie sanft und vorsichtig, doch dann wird der Kuss immer zärtlicher. Während sie sich küssen, zieht Bill sie näher an sich ran. „Bill..., weißt du…“, sagt jemand und öffnet die Tür.

Bill erkennt sofort, dass es Tom ist. Er greift neben sich aufs Sofa und wirft dann ein Kissen nach seinem Bruder, der sich grinsend zurückzieht: „Sorry! Wollte nicht stören.“ Die beiden lösen sich grinsend voneinander. „Du Arsch! Machst alles kaputt!“, ruft Bill ihm hinter her. Die Tür geht wieder auf und Tom schaut rein: „Dann hängt demnächst ein Schild auf, auf dem steht „Achtung! Hier wird geknutscht! Reinkommen auf eigene Gefahr oder so!“ „Schnauze, Blödmann! Bist ja nur eifersüchtig, weil du keinen zum Knutschen hast!“, lacht Bill.

Jetzt kommt Tom rein ins Zimmer und geht auf Bill zu. Er packt Bills Gesicht und will ihn abknutschen, doch Bill zieht den Kopf lachend ein: „Hau’ ab, mann! Such’ dir eine Freundin!“ Tom lässt ihn los: „Ach..., jetzt, wo du eine Freundin hast, bin ich abgeschrieben, aber letzte Nacht war ich noch gut genug oder was?! Püh!“, grinst Tom und geht aus dem Zimmer. „Idiot!“, lacht Bill und schaut Kelly an, die die ganze Zeit nichts gesagt hat. „Wo waren wir stehen geblieben?“, fragt Bill und küsst sie wieder.

So stehen sie eine ganze Weile dort, bis jemand etwas ans Fenster wirft. Bill öffnet dies und schaut runter in den Garten, von wo alle raufgucken. „Los, kommt runter. Knutschen könnt ihr noch genug!“, schreit Georg hoch. Bill zeigt ihm nur grinsend den Mittelfinger. Gustav, Tom und Georg stehen da und lachen. Bill schließt das Fenster und schaut Kelly an: „Kinder!“ „Tja, so sind sie nun einmal!“, grinst Kelly.

„Ich ziehe gerade die Bilder von der Cam auf den Laptop.“ Er klappt den Laptop auf und dreht sich grinsend zu Kelly um: „Schau mal. Die ist doch süß oder?“, und er deutet auf den Laptop Hintergrund. Kelly muss lachen, als ihr ein Bild von ihr selbst entgegen schaut: „Total.“ „Ja, finde ich auch!“, grinst Bill und schließt die Cam an. Als die Bilder auf dem Computer sind, steht er auf: „Gehen wir wieder runter?“

„Von mir aus“, nickt Kelly und dreht sich um, um zu gehen. Doch sie hat nicht mit Bill gerechnet, der sie an der Hand fest hält und noch mal zu sich zieht, um sie zu küssen. „So, jetzt können wir gehen!“, lacht er und schlingt seine Finger durch ihre. So gehen die zwei dann runter. Als sie durch die Tür kommen, stehen Tom und Gustav links und rechts von der Tür und werfen lachend die Blüten der Dekorationsblumen in die Luft über den beiden.

Die beiden müssen auch lachen. „Spinner!“, grinst Kelly. „Aber süße Spinner, oder?“, sagt Tom und schaut sie mit seinem niedlichsten Dackelblick an. „Finger weg, Tom!“, mahnte Bill ihn und schaut ihn böse an. „Boar, slow down, Bruderherz! War nur ein Scherz. Denk’ an den Ehrencodex!“, hebt Tom die Hände und zwinkert seinem Bruder zu.


22. Kapitel


Drei Wochen später.
„JA!”, hallt ein lautes Schreien durch das Studio, welches eindeutig zu Bill gehört, der seit Tagen ununterbrochen an der DVD arbeitet. Er hatte sich entschlossen, diese selber zu erstellen und selber zu entscheiden, was alles in die DVD hinein sollte und was nicht.

Die Tür wird aufgerissen und Gustav kommt rein: „Was ist los?“, fragt er überrascht. „Ich bin fertig! Gerade ist der letzte Schnitt für die DVD gefallen!“, bestätigt Bill stolz lächelnd. „Echt?! Geil, zeig’ mal!“, sagt Gustav und will sich setzen. Bill schüttelt den Kopf: „Nein. Wenn alles abgespeichert ist, brenne ich sie. Ich habe schon mit Dunja gesprochen.

Ich werde gleich einen Aufruf starten, an alle Fans. Die können sich bewerben und vielleicht so fünfzig Fans werden ausgewählt mit einer Begleitperson nach Hamburg zu kommen. Wir mieten hier einen Kinosaal und dort werdet ihr alle die DVD dann zum ersten Mal sehen.“ Gustav schaut ihn mit großen Augen an: „Woah..., das kann ja was geben. Schreib’ aber im Aufruf dazu, dass sie genügend Taschentücher mitbringen sollen. Das wird tausendprozentig eine sehr tränenreiche Veranstaltung“, grinst Gustav und verlässt das Studio.

Bill grinst und wendet sich dem Laptop zu, an dem er geradewegs ins Forum geht. Sofort öffnet er wieder ein Topic, welches er „Sei, dabei wenn die exklusive Überraschungs-Premiere gefeiert wird“ nennt und fängt dann an fleißig zu tippen:

Liebe Fans!
Endlich ist es soweit! Die Überraschung ist fertig und nun kann ich es euch ja verraten, was es sein wird: In Kürze wird eine DVD erscheinen, die den gesamten Verlauf meiner Krankheit und meines Krankenhausaufenthalt zeigen wird! Sie wird alles zeigen. Von da an, wo ich von der Krankheit erfahren habe, bis zu ein paar Tage nach Toms und meinem Geburtstag.

Ihr könnt exklusiv dabei sein und sehen wie es mir und den Leuten in meiner Umgebung ergangen ist. Ihr werdet viel Freude, aber auch sehr viele Tränen sehen. Und jetzt kommt der Hammer. Ihr könnt euch bewerben! Kommt mit einer Begleitperson nach Hamburg und schaut die Premiere der DVD mit uns zusammen.

Noch keiner außer mir hat die DVD gesehen. Auch die anderen Jungs der Band nicht! Seid dabei, wenn die DVD-Premiere gefeiert wird. Ihr müsst euch nur bewerben! Schreibt uns einfach eine E-Mail an die oben angegebene Mail-Adresse mit eurem Namen, Alter und Adresse. Außerdem die Daten eurer Begleitperson.
Aus allen Bewerbern werden wir fünfzig Fans und einen Begleiter aussuchen und ihnen rechtzeitig Bescheid geben. Das Ganze wird Anfang Oktober statt finden.

Bis dahin wünsche ich euch viel Glück,

Euer Bill

PS: Anreise und eventuelle. Unterkunft müssen von jedem selber getragen werden!


Bill liest sich alles noch einmal durch, ehe er es so ins Forum setzt. Er surft noch etwas durch das Internet, solange die DVD gebrannt wird. Als diese fertig ist, beendet er alle Programme und PCs und geht nach oben in die Wohnung, wo alle im Wohnzimmer sitzen. Er legt die DVD auf die Kommode und setzt sich dann zu Georg, Gustav und Tom, die reden und nebenbei VIVA schauen. „Na, über was redet ihr so? Was Interessantes dabei?“, fragt Bill grinsend.

Sofort schweigen dir drei und schauen ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Was?“, fragt er ängstlich. Georg grinst: „Nichts. Was sollte sein? Ach so, Kelly hat angerufen. Sie kommt gleich vorbei.“ „Danke, dass du mir das auch noch sagst. Ich wollte vorher noch duschen!“, beschwert Bill sich und steht auf, als es auch schon klingelt. „Brüderchen, du stinkst immer. Egal, ob du duscht oder nicht!“, lacht Tom, woraufhin er ein Kissen von Bill ins Gesicht bekommt; dieser zur Tür geht.

Als er die Tür öffnet, steht Kelly lächelnd davor. Sofort erscheint auch auf Bills Gesicht ein Lächeln: „Hey Süße!“ „Hi!“, sagt Kelly und tritt ein. Bill schließt die Tür und dreht sich wieder zu ihr um. „Keine Begrüßung heute?“, grinst er. Sofort tritt sie auf ihn zu und küsst ihn.

„Mmh“, hört man da ein schmatzendes Kichern aus dem Wohnzimmer, was eindeutig von Tom kommt und dann hört man ein Lachen von Gustav und Georg. „Mann, Jungs, werdet erwachsen!“, sagt Bill genervt und verdreht die Augen. „Komm’, lass’ uns ins Zimmer gehen!“, schlägt er vor und geht mit ihr an der Hand in sein Zimmer. Dort legt sie ihre Tasche auf den Stuhl und setzt sich aufs Bett: „Und was machen wir jetzt?“, fragt sie grinsend.

Bill grinst auch: „Ich glaube, ich will nicht wissen, woran Madam gerade denkt.“ Jetzt ist er es der ein Kissen entgegen geworfen bekommt: „Du Schweinchen!“, lacht sie. Bill muss auch lachen: „Was?“, und er geht zu ihr rüber. Er legt das Kissen aufs Bett zurück und sieht sie dann lange an: „Also?“, grinst er und zieht die Augenbraue immer hoch und runter. Sie nimmt seine Hand und zieht ihn zu sich runter, um ihn zu küssen, was er sich nicht zweimal sagen lässt.

Er drängt sie leicht nach hinten aufs Bett, sodass er über ihr ist, und küsst sie zärtlich, was sie sofort erwidert. So liegen sie eine ganze Weile dort und küssen sich immer wieder zärtlich und sanft, ehe er sich von ihr löst und ihr direkt in die Augen schaut: „Ich gehe gerade eben duschen, ja? Eigentlich wollte ich noch duschen, bevor du kommst, aber Georg hat mir gerade erst, bevor du geklingelt hast, gesagt, dass du jetzt kommst“, schaut er sie entschuldigend an.

Sie streicht ihm über sein Gesicht: „Geht schon klar. Beeil’ dich!“ Er gibt ihr noch einen Kuss und springt dann auf zu seinem Schrank, aus dem er sich schnell neue Anziehsachen herausnimmt, und dann schnell im Bad verschwindet. Kelly bleibt noch etwas auf dem Bett liegen und starrt an die Decke, ehe sie aufsteht und sich im Zimmer ihres Freundes umschaut.

Am Regal bleibt sie stehen und beginnt zu grinsen, als sie die ganzen Fotos von sich mit Bill sieht, die sie im Krankenhaus und auch danach alle aufgenommen haben. Ihre Gedanken schweifen kurz zu den einzelnen Momenten zurück und wieder muss sie die ganze Zeit grinsen. Plötzlich legen sich zwei Arme von hinten um ihren Bauch und ein Kopf legt sich auf ihre Schulter. „Woran denkst du?“, fragt jemand und sie erkennt natürlich sofort, dass das Bill ist.

Sie lehnt ihren Kopf an seinen: „Ich habe nur an die Tage gedacht, an denen die Fotos entstanden sind.“ „Das finde ich am schönsten“, so deutet Bill auf ein Foto, welches entstanden ist, als sie zusammen mit Tom, Georg und Gustav im Safari-Park gewesen waren. Die beiden waren zusammen bei den weißen Löwen-Babys gewesen und Gustav hatte ein Foto gemacht, als sie zusammen eins im Arm gehalten hatten. „Am liebsten hätte ich die Kleine mitgenommen!“, lacht Kelly und dreht sich jetzt, sodass sie Bill anschauen kann.


Kapitel 23


Da klopft es an der Tür. „Ja?“, sagt Bill und Georg schaut hinein: „Wir gehen in die Stadt, ein bisschen was kaufen. Danach wollen wir noch irgendwo etwas essen. Wollt ihr mit?“ Die zwei schauen sich an. „Also ich habe eigentlich nicht wirklich Lust, heute noch einmal weg zu gehen“, sagt Bill. „Nein, wir bleiben hier“, sagt Kelly und schaut Georg an.

Der grinst: „Ist okay. Kann aber später werden, bis wir wieder kommen. Vielleicht bekomme ich die anderen beiden ja doch noch rum, irgendwo was trinken zu gehen. Bis nachher! Ciao!“, verabschiedet Georg sich, schließt die Tür und kurz darauf hört man auch die Wohnungstür ins Schloss fallen. „Schauen wir eine DVD?“, schlägt Kelly vor und Bill nickt: „Such’ du dir eine aus!“, und er geht zum Fernseher, um diesen schon einmal anzuschalten.

Sie reicht ihm eine DVD, die er einlegt, und legt sich dann aufs Bett. Wenig später kommt Bill hinzu und legt sich hinter sie, sodass er sie in den Arm nehmen kann. Sie kuschelt sich an ihn und die beiden schauen sich einen dramatischen Liebesfilm an. Mitten im Film fängt Bill an, Kelly im Nacken zu küssen, was Gänsehaut bei ihr verursacht.

Sie fängt an zu grinsen: „Du weißt schon, dass ich Gänsehaut davon bekomme, oder?“ Bill lacht kurz: „Na, und?“, und er küsst sie weiter am Hals. Sie lässt sich nach hinten fallen und er legt sich vorsichtig auf sie, ohne aufzuhören, sie am Hals zu küssen. Sie zieht sein Gesicht zu sich hoch und küsst ihn leidenschaftlich, was er erwidert. So liegen sie eine ganze Weile dort, als er sich sanft von ihr löst: „Warte kurz, ja?“

Sie nickt und Bill steht auf. Er macht den Fernseher und den DVD-Player aus und stattdessen die CD-Anlage an. Dann geht er wieder zum Bett rüber, von wo sie ihn die ganze Zeit beobachtet. Grinsend legt er sich wieder zu ihr und küsst sie wieder. Während er das tut, streicht seine Hand die ganze Zeit über ihren Bauch.

Nach ein paar Minuten schiebt er diese unter ihr Top und schiebt dieses ein Stück hoch, ohne aufzuhören sie zu küssen. Auch sie schiebt ihre Hände unter sein Shirt und streichelt immer wieder seinen Rücken auf und ab, bis sie es ihm schließlich über den Kopf auszieht. Sie schauen sich anschließend nur eine ganze Weile in die Augen, bis er sie wieder am Hals küsst und ihr dann das Top auszieht.

Dann wandert er mit seinen Küssen von ihrem Hals abwärts in Richtung Brust, wo er eine Weile „hängen“ bleibt. Plötzlich schiebt sie ihn sanft nach hinten, sodass er jetzt unten liegt und sie über ihm ist. Sie küsst sich langsam ihren Weg vom Hals abwärts bis zum Bund seiner Jeans. Dort macht sie Halt und küsst ihn wieder auf den Mund. Sie küssen sich sehr innig, ehe er ihr langsam den BH öffnet und diesen auszieht.

Dann drückt er sie wieder auf den Rücken und küsst sie. Plötzlich löst sie sich von ihm und schaut ihn an: „Bill..., versprichst du mir was?“ Er lächelt sie an: „Alles, soweit ich es versprechen kann“, sagt er und streicht ihr sanft über den Arm, ohne seinen Blick von ihrem Gesicht zu lassen. „Versprich mir, dass du vorsichtig sein wirst, ja? Ich…habe vor dir noch nie…mit einem Jungen geschlafen.“ Wieder lächelt er sie an und küsst sie kurz: „Ich verspreche es dir.“

Jetzt lächelt auch sie wieder und zieht ihn zu sich runter, um ihn wieder zu küssen. Wieder küssen sie sich eine ganze Weile, wobei sie sich gegenseitig immer wieder streicheln und Kelly irgendwann ihre Hand Richtung Hose wandern lässt. Am Bund angekommen, macht sie eine kleine Pause, ehe sie den Gürtel an Bills Hose öffnet und ihm diese auszieht. Er schüttelt die Hose von seinen Beinen und öffnet dann auch ihre Hose, um sie ihr abzustreichen.

Als dies geschehen ist, streichelt er ihr sanft über ihre Oberschenkel und küsst sich wieder seinen Weg von ihrem Mund runter zu ihren Brüsten und dann weiter zu ihrem Bauch und ihren Oberschenkeln. Das genießt sie sichtlich. Immer wieder krallt sie sich mit ihren Fingern in das Bettlacken oder in seinem Rücken fest. Das lässt ihn nur noch glücklicher in sich hineinlächeln. Schließlich zieht er sie ganz aus und sie zieht ihm die Boxershorts aus. Er greift in die Schublade neben seinem Bett und zieht ein Kondom hervor: „Du nimmst ja die Pille oder sollen wir das lieber auch noch benutzen?“, fragt er grinsend, seine Nervosität versteckend.

Sie muss auch grinsen und schüttelt den Kopf: „Brauchen wir nicht.“ Er zuckt lächelnd die Schulter und wirft es über seinen Kopf hinweg nach hinten, ehe er sie wieder küsst. „Bist du dir sicher, dass du das schon möchtest?“, fragt er sie noch einmal, woraufhin sie nur strahlend nickt. „Okay…, aber wenn es weh tut oder so…, musst du es sagen. Dann höre ich sofort auf, ja?“ Wieder nickt sie und er küsst sie zärtlich, während er nun sanft in sie eindringt.

Als er dies tut, verspürt sie ein leichtes Stechen. Da zuckt sie kurz zusammen. Er schaut sie besorgt an: „Soll ich aufhören?“ Schnell schüttelt sie den Kopf: „Nein, mach’ weiter…, es fühlt sich gut an“, und sie küsst ihn. Er küsst sie eine Weile nur, ohne sich zu bewegen. Doch dann fängt er langsam an, sich in ihr zu bewegen. Nach und nach wird er immer schneller und Kelly fängt schon an sich ihm entgegenzubeugen.

Bill küsst sie fordernd, woraufhin sie anfängt zu stöhnen. Jetzt kann auch er sich nicht mehr zurück halten und beginnt, in den Kuss hinein zu stöhnen und sich immer schneller zu bewegen. Kurz darauf stöhnen beide einmal laut auf und kommen gleichzeitig zum Höhepunkt.

Dann legt Bill sich neben sie und schließt für einen Moment die Augen. Als er sie wieder öffnet, sieht er, wie Kelly dort liegt mit geschlossenen Augen und noch immer unkontrolliert atmet, aber zufrieden lächelt. „Alles okay?“, fragt er sanft. Sie öffnet die Augen und dreht sich jetzt, sodass sie ihn ansehen kann. Dann nickt sie: „Ja..., danke, Bill!“ Er schaut ihr die ganze Zeit über in die Augen und streichelt ihr sanft über den Arm und ihr Gesicht: „Wofür?“„Dafür, dass du so vorsichtig warst und dafür, dass es so schön war.“

Er lächelt jetzt und küsst sie sanft. „Danke, dass ich der Erste sein durfte, mit dem du g-geschlafen hast und ich hoffe, dass ich auch der Einzige bleiben werde.“ Sie grinst und küsst ihn zärtlich. Dann bleibt sie einfach nur in seinem Arm liegen und er zieht sie näher an sich. So liegen sie eine ganze Weile dort. „Ich liebe dich, Bill!“, sagt sie plötzlich leise.

Er öffnet die Augen und schaut direkt in ihre. Er beginnt zu grinsen und greift nach ihrer Hand, um seine Finger mit ihren zu verharken: „Ich dich auch, Schatz!“ Dann küsst er sie wieder kurz, sie werden aber durch das Klingeln seines Handys unterbrochen.


Kapitel 24


Sie lösen sich voneinander und er lässt sich genervt nach hinten fallen: „Grr....“, brummt er schaut sich dann aber um, wo sein Handy ist, um es schließlich auf dem Schreibtisch zu finden. Er zieht sich seine Boxershorts über und geht ans Handy: „Ja? Wer stört?“, fragt er, weil er auf dem Display gesehen hat, dass es Gustav ist.

Dieser fängt an zu lachen: „Ich will besser nicht wissen, wobei ich gestört habe. Wir kommen jetzt nach Hause und ich wollte eigentlich nur fragen, ob ihr was zum Essen vom Chinesen haben möchtet.“ „Süße..., hast du Hunger? Willst du was vom Chinesen haben?“, wendet er sich an Kelly, die ihn jetzt anschaut, doch plötzlich erkennt er, dass sie Tränenspuren auf den Wangen hat.

„Gustav, ich ruf’ dich gleich noch einmal an“, und ohne auf eine Antwort zu warten, legt er auf. Sofort läuft er zum Bett rüber und beugt sich zu ihr: „Schatz…, Süße…, was ist denn los? Wieso weinst du denn jetzt? Hat es doch wehgetan? War es nicht schön für dich?“, fragt er besorgt und traurig. „Nein…, im…Gegenteil…, es war wunderschön. Ich…bin gerade nur so…so glücklich“, schüttelt sie schnell den Kopf, strahlt ihren Freund an.

Bill merkt, wie ihm eine Last von den Schultern fällt, und er atmet einmal tief ein und aus: „Ich habe gerade schon gedacht..., hey..., deswegen brauchst du doch nicht weinen...! Ich bin froh, dass es dir gefallen hat und du glücklich bist. Ich bin auch echt glücklich, dass du bei mir bist“, sagt er und küsst sie sanft.

„Hast du Hunger auf Chinesisch?“, fragt er dann. Sie nickt. „Was möchtest du denn haben?“, fragt er, ohne sie aus den Augen zu lassen. Sie grinst: „Dasselbe wie du.“ Er muss auch grinsen: „Okay, ich ruf’ Gustav gerade noch einmal an, ja?“ Sie nickt und Bill wählt Gustavs Nummer. Er nimmt Kellys Hand in seine, als Gustav auch schon drangeht: „Alter..., was geht denn bei euch ab? Legst du einfach auf!?“

Bill grinst: „Klappe, Gustav! Bringt ihr uns was mit? Dasselbe, was ich immer nehme. Zweimal.“ „Ich zeig’ dir gleich Klappe. Dann könnt ihr verhungern. Geht klar, bis in zwanzig Minuten. Falls wir heile ankommen und Tom nicht wieder fährt wie eine besenkte Sau!“, und schon hat Gustav aufgelegt.

Bill legt grinsend und Kopf schüttelnd das Handy weg: „Spinner, die!“ Dann geht er wieder zum Bett, auf dem Kelly noch immer drauf liegt und setzt sich: „Müde?“, grinst er. Sie öffnet die Augen und verzieht ihr Gesicht leicht: „Etwas!“ „Komm’, wir gehen noch schnell duschen, bevor die anderen gleich kommen. Dann essen wir und gehen dann schlafen, okay? Du bleibst doch hier heute Nacht, oder?“

Sie setzte sich auf und küsst ihn: „Klar, dann muss ich nur gleich Bescheid sagen, zu Hause, damit sie sich keine Sorgen machen.“ „Geht klar. Komm’, gehen wir duschen.“ Er nimmz sie an die Hand und zieht sie aus dem Bett hoch. Sie sammeln ihre Klamotten ein und gehen dann schnell ins Bad, wo sie zusammen duschen gehen. Sie sind gerade fertig und haben sich aufs Sofa gesetzt, als die Tür aufgeht und Tom durch die Wohnung schreit: „ESSEN IST DA!“ „Das geht auch leiser, Tom!“, sagt Bill und schaut über die Sofalehne zu seinem Bruder, der jetzt mit dem Essen in der Hand in der Tür steht.

„Ach da seid ihr. Hier, euer Essen. Lasst es euch schmecken!“, sagt er und reicht Kelly das Essen. „Danke, ihr seid die Besten!“, bedankt Bill sich und nimmt sein Essen von Kelly entgegen. Tom setzt sich den beiden gegenüber und auch Gustav und Georg kommen jetzt aus ihrem Zimmer zu ihnen ins Wohnzimmer und setzen sich. „Und was habt ihr schönes gemacht?“, fragt Georg grinsend. „DVD geschaut. Willst auch wissen, welchen Film?“, grinst Bill.

Tom lacht los: „Klar, DVD geschaut“, und er steht auf um sich etwas zu trinken aus der Küche zu holen. Er bringt jedem eine Dose Energydrinks mit und Kelly eine Fanta. Bill und Kelly schütteln nur grinsend den Kopf und essen weiter. „Habt ihr was Schönes entdeckt?“ „Und was! So einen geilen neuen Hip-Hop-Klamotten-Laden in der Altstadt. Hat gerade gestern aufgemacht. Boar, so was von geil, sage ich dir. Da gehe ich jetzt immer einkaufen!“, lacht Tom und hüpft aufgeregt auf dem Sessel rum.

„Lass’ mich raten. Du hast mindestens fünf volle Tüten mitgebracht“, rät Bill. „Ach…, knapp vorbei! Viereinhalb Tüten. Aber du wirst immer besser kleiner Bruder!“ Sie unterhalten sich noch eine ganze Weile, bis Kelly aufsteht: „Ich rufe mal gerade zu Hause an. Bin gleich wieder da“, und schon ist sie in Bills Zimmer verschwunden und hat die Tür hinter sich geschlossen.

Gustav, Georg und Tom schauen den essenden Bill nur grinsend an, der jetzt auch mit vollem Mund anfängt zu grinsen: „Was?“, nuschelt er. „Komm’ schon. Du willst uns doch nicht etwa erzählen, dass ihr nur DVD geschaut habt!?“, lacht Georg und schaut Bill mit hochgezogener Augenbraue an. „Ich werde ganz bestimmt nicht mit euch über Kellys und mein Sexleben reden“, lacht Bill und isst weiter. „Ha..., ich habe es gewusst. Das heißt ja!“, klopft Tom auf die Sessellehne.

„Tom..., halt’ einfach die Schnauze!“, meckert Bill und stopft sich das nächste Stück Hähnchen in den Mund, wobei er etwas rot wird. Tom setzt sich neben Bill aufs Sofa und streicht ihm über den Rücken: „Das braucht dir doch nicht peinlich sein, Brüderchen. Wir haben es doch alle schon einmal getan!“„Jetzt halt’ die Schnauze Tom! Und kein Wort darüber in der Gegenwart von Kelly, klar? Sonst töte ich dich. Und das ist mein Ernst!“, sagt Bill jetzt schon leicht säuerlich.

Sofort hebt Tom die Arme: „Ist ja gut“, und er setzt sich wieder in den Sessel. Da kommt Kelly auch schon wieder lächelnd ins Zimmer: „Geht klar“, und sie setzt sich wieder neben Bill. Sofort nimmt er sie in den Arm und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn. Sie kuschelt sich an ihn und schaut in die Runde. Eine ganze Weile schweigen alle.

„Bock auf eine Runde „Singstar“?“, fordert Bill die anderen heraus, als ihm die Stille und das Schweigen nerven. „Oh, Gott...!“, stöhnt Georg auf und lässt seinen Kopf nach hinten auf die Lehne fallen. „Na, los, kommt. Stellt euch doch nicht so an. Wann haben wir bitte schön zum letzten Mal gespielt?“, fragt Bill und sieht seine drei Kumpels an. „Okay, okay. Ist ja schon gut. Schmeiß’ das Teil an“, seufzt Gustav und Bill springt jubelnd auf: „Ja…, gewonnen.“

Nachdem alles an ist, hält er die Singstar-CDs hoch: „Rock, Pop ,80ger, The Dome oder Fussball?“ „The Dome…, auf jeden Fall!“, sagt Tom und die anderen Stimmen ein. Nachdem Bill die CD eingelegt hat, nimmt er sich das Mikrofon und dreht sich mit dem zweiten in der anderen in der Hand um: „Wer traut sich gegen mich zu singen?“, grinst er fies. „Ach sei mal nicht so ein Angeber!“, sagt Tom und reißt ihm das zweite Mikrofon aus der Hand: „Aber wir singen, was ich will, verstanden!“

Bill muss anfangen zu singen und dann ist Tom dran, der ja auch singen kann, es aber nie will, weil er sich eigentlich nie traut. Kelly schaut Tom nur mit offenem Mund an, da sie ihn zuvor ja nie hat singen hören. Als die beiden zu Ende gesungen haben, ist sie total baff: „WOW!“, bringt sie als Einziges raus. Bill und Tom schauen sie an und grinsen. „“Er kann singen. Er will es nur nie!“, pflichtet Bill bei und klopft Tom auf die Schulter, als schon das Ergebnis angezeigt wird.

“Beide haben 100 von 100 Punkten erreicht und den Superstarstatus erreicht! Und da soll sich noch jemand trauen zu singen?“, fragt Kelly grinsend. „Ich trau’ mich immer die beiden Luschen fertig zu machen. Los, komm’, Georg. Zeigen wir denen mal, wie man richtig singt. Wir sprengen die 100 Punkte-Grenze!“, sagt Gustav und springt auf um Bill das Mikrofon abzunehmen. Tom reicht Georg das zweite Mikrofon und kurz darauf singen die beiden. Das heißt, sie versuchen es, denn sie lachen mehr, als dass sie singen und Bill, Tom und Kelly lachen sich die ganze Zeit kaputt, weil die beiden fast jeden Ton verhauen.

„Wie war das mit der 100 Punkte-Grenze sprengen?“, lacht Tom und schmeißt sich im Sofa nach hinten. „Ich wäre ja mal dafür, dass Kelly singt!“, schlägt Georg vor und reicht ihr sein Mikrofon. Die schüttelt den Kopf: „Ich kann nicht singen.“ „Na, und? Gustav und Georg können es doch auch nicht. Hast du doch gerade gesehen!“, lacht Tom noch immer. „Komm’, Süße, wir singen zusammen“, sagt Bill und greift nach Gustavs Mikro.

Dann singen die Beiden ein deutsches Duette. „Wie war das mit dem Nichtsingenkönnen können?“, fragt Gustav, als sie zu Ende gesungen haben, und deutet auf die Auswertung der beiden, bei der sie Bill locker mit zehn Punkten Vorsprung geschlagen hat. „Glück“, grinst sie.

„Sing’ mal das“, sagt Bill, stellt auf Alleinsingen ein und macht ihr Kelly Clarkson „Because of you“ an. „Bist du verrückt? Kelly Clarkson ist eine Göttin, was das Singen angeht!“, sagt Kelly aufgebracht. „Du schaffst das!“, ist sich Bill sicher und der Song beginnt. Am Ende hat sie zwar nicht ganz die 100 Punkte-Grenze erreicht, aber ist mit 84 Punkten auch schon gut dabei.

Sie singen alle noch ein paar Mal, bis Bill Xavier Naidoo und „Was wir alleine nicht schaffen“ singt. Während er singt, schaut er auf den Monitor und als er einmal kurz vom Monitor zu den anderen schaut, sieht er wie Gustav Kelly in den Arm nimmt, der ein paar Tränen über das Gesicht laufen.

Sofort legt er das Mikro weg und geht zu ihr hin: „Hey, Süße!“ Gustav lässt sie los und „übergibt“ sie an Bill, der sie jetzt in den Arm nimmt, was sie nur noch mehr weinen lässt. „Sollen wir in mein Zimmer gehen?“, flüstert er ihr leise ins Ohr, woraufhin sie nur nickt. „Wir gehen ins Zimmer!“, sagt Bill und die beiden stehen auf, um in sein Zimmer zu gehen.

Dort schließt er die Tür hinter den beiden und nimmt sie dann wieder in den Arm: „Wieso weinst du denn?“ Sie zuckt die Schultern: „Ich weiß nicht, aber als du das Lied gesungen hast, musste ich wieder an die Krankheit denken. Als du das gesungen hast „Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen. Dazu brauchen wir keinerlei Waffen, unsere Waffe nennt sich unser Verstand. Was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen. Nur wir müssen geduldig sein, dann dauert es nicht mehr lang…“, stimmte sie an.

Genauso war diese Krankheit. Ohne dich hätte ich es wahrscheinlich zum Schluss hin nicht mehr geschafft. Kurz bevor ich dich kennen gelernt habe,hatte ich eigentlich schon mit meinem Leben abgeschlossen, weil ich einfach nicht mehr konnte. Es war keine Besserung in Sicht, aber dann bist du in mein Leben getreten und plötzlich hatte ich wieder die Stärke zu kämpfen. Ich war geduldig und es hat gar nicht mehr lange gedauert, bis ich das alles geschafft hatte. Genauso, wie du es gesungen hast.“

„Du hast Recht. Wir haben es geschafft. Beide. Wir sind beide Kämpfer. Und weißt du was?“ Sie schüttelt den Kopf, während sie sich die Tränen aus dem Gesicht wischt. Er nimmt ihr Gesicht in beide Hände und schaut ihr direkt in die Augen: „Ich bin mittlerweile froh, dass das alles so gekommen ist, denn wäre ich nicht an Leukämie erkrankt, hätten wir uns niemals kennen gelernt. Ich hatte zwar oft totale Schmerzen, aber ich würde sie jedes Mal wieder durchstehen, nur um anschließend mit dir zusammen sein zu dürfen.“

„Das hast du so süß gesagt“, lächelt sie jetzt wieder und umarmt ihn. „Ich liebe dich, Süße!“ „Ich liebe dich auch, Schatz!“, sagt sie, schaut ihn an und küsst ihn. „Lass’ uns schlafen gehen okay?“ Sie nickt und die beiden gehen Richtung Bett. Sie ziehen sich aus und legen sich zusammen, nur in Unterwäsche, unter die Decke. Plötzlich fängt sie an zu kichern: „Die drei halten mich jetzt bestimmt für eine Heulsuse!“„Ach, Quatsch. Das denken sie nicht!“, sagt er und küsst sie auf die Stirn. Wenig später sind beide Arm in Arm eingeschlafen.


Kapitel 25


Knapp zwei Wochen später.
Heute ist es so weit. Die Premiere der neuen Tokio Hotel-DVD findet statt. Wie schon zuvor angekündigt hat Bill sich fünfzig Fans per Losverfahren rausgesucht, die dabei sein dürfen. Diese stehen jetzt ungeduldig vor dem bestimmten Kino in Hamburgs Altstadt und warten darauf, dass sie rein können.

Die Jungs sind noch nicht da, jedoch schon auf den Weg. Bill hat mittlerweile seinen Führerschein in einem zwei Wochen Blockunterricht gemacht und so kommt es, dass die Band jetzt aufgeteilt in Bills und Toms Auto auf dem Weg zum Kino ist. Kelly, Saki, Gustav und die Mutter der Zwillinge fahren bei Bill im Auto mit und Lisa, Georg, Andi und Dunja fahren bei Tom mit, der kaum, dass sie im Auto saßen, schon die neue Bravo Hits angemacht hatte.

Auf dem Weg dorthin hält Gustav Kelly eine CD hin: „Mach’ die mal bitte an!“, grinst er und Kelly, die vorne neben Bill sitzt, schiebt die CD rein. Kurz darauf erscheinen die ersten Töne der neuen Tokio Hotel-Songs. Zwar sind dies nur Demos, doch es muss nicht mehr wirklich viel daran verändert werden. Mit quietschenden Reifen – Bill und Tom hatten sich auf dem letzten Stück ein kleines Wettrennen geliefert – und voll aufgedrehten Boxen fahren sie schließlich vor dem Kino vor.

Sofort fangen die Fans an zu kreischen und die Securitys müssen sie zurückhalten. Bill und Tom steigen gleichzeitig aus und schauen sich an: „Ha…, gewonnen!“, lacht Tom seinen kleinen Bruder aus. „Sei doch ruhig!“, schmollt Bill und schließt die Fahrertür. „Sieh es ein, kleiner Bruder. Ich werde immer und ewig der Bessere von uns beiden sein!“, stichelt Tom und grinst Bill fies an. Dieser zeigt ihm grinsend den Stinkefinger und dreht sich dann zu den Fans um, um denen zu winken. Diese fangen wieder an zu kreischen und auch Tom, Gustav und Georg winken ihnen jetzt, was sie noch lauter kreischen lässt.

Dann schaut Bill sich um, um zu schauen, wo Kelly geblieben ist. Die steht zusammen mit Saki und Andi vor dem Auto und beobachtet die Szene grinsend. „Hey, Süße, komm’!“, ruft Bill und hält Kelly die Hand hin. Sie schüttelt grinsend den Kopf und geht langsam auf Bill zu. Dieser kommt ihr grinsend entgegen und nimmt sie an die Hand: „Hab’ keine Angst! Die tun dir nichts. Wenn ich ihnen erzähle, dass ich das alles nur dank dir geschafft habe, werden sie dich lieben!“, lacht er. „Na, hoffen wir es!“, sagt sie etwas verunsichert.

Bill streicht ihr kurz über die Wange und dann gehen sie alle an den Fans vorbei, hinein ins Kino. Es sind noch ein paar Freunde von Bill gekommen und auch ein paar Bekannte und Familienangehörige wie beispielsweise Gerda, Bills Großmutter. Drinnen werden sie als Erstes von dem Kinomanager begrüßt, der ihnen versichert, wie glücklich er doch ist, dass sie ausgerechnet sein Kino für die Premiere ausgesucht haben und dass er hofft das alles nach Plan und ohne Probleme ablaufen wird.

Dann gehen sie in einen Nebenraum vom Kinosaal, da jetzt die ersten Fans hineingelassen werden. Als alle drinnen sind, dauert es noch etwas, ehe gegen halb vier das Licht ausgeht und die Fans kurz aufkreischen. Dann erscheinen als Erstes Saki, der sich auf das Podest stellt und darauf wartet, dass die Fans ruhig werden.

Als dies geschehen ist, beginnt er zu reden: „Als Erstes einmal ein Hallo an alle, die heute hier sind. Bevor wir beginnen, möchte ich euch um einige Dinge bitten. Gleich, wenn die Jungs rein kommen, springt nicht auf und kommt hier runter gelaufen. Erstens würde das ganze nur den Programmablauf aufhalten, zweitens werdet ihr nicht an die Jungs herankommen und drittens seht ihr sie ja noch anschließend bei einer Autogrammstunde.“

Wieder beginnen die Fans zu kreischen, denn damit haben sie nicht gerechnet. Saki muss grinsen, genauso wie die Jungs, die noch hinter dem Vorhang stehen. „Dann bitte ich euch, während die DVD läuft, nicht in irgendeiner Weise aufzukreischen, wenn ihr etwas süß findet oder euch etwas schockt, denn das stört nur die anderen Zuschauer hier und ist nicht nett ihnen gegenüber. Für tränenreiche Szenen haben wir an jedem 2-er Sitz eine Packung Taschentücher anbringen lassen. Das war eine Idee von Gustav. Zugegeben, eine geniale Idee.“

Alle lachen und Saki fährt fort: „Ach, und bevor ich es vergesse: Für die wenige ausgesuchte Presse, die sich hier im Saal befindet. Ich bitte Sie während der Vorstellung KEINE Fotos oder Videoaufnahmen zu machen. Gleich, wenn die Jungs raus kommen, haben Sie die Möglichkeit hier vorne Fotos zu machen und anschließend während die DVD läuft noch fünf Minuten, um einige Szenen zu filmen. Danach bitte ich Sie die Kameras und Fotoapparate abzustellen und zu verstauen, da sie sonst nur stören würden. Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich allen viel Spaß wünsche!“

Die Zuschauer klatschen, ehe Saki weitermacht: „Okay, ich denke, ihr alle habt lange genug gewartet und wir wollen euch ja nicht weiter warten lassen. Hier sind sie für euch! Hier sind eure Jungs von Tokio Hotel, inklusive dem wieder genesenen Bill.“


Kapitel 26


Die Fans springen auf und kreischen. Einige fangen auch an zu weinen, weil sie es nicht fassen können, dass Bill wirklich wieder da ist und er wieder ganz gesund ist. Die vier kommen auf das Podest, auf dem bis gerade nur Saki stand und winken grinsend den Fans zu. Bei Saki angekommen reicht dieser das Mikrofon an Bill weiter.

Dieser möchte die Fans und alle anderen Zuschauer begrüßen, doch dies ist nicht möglich, da die Fans immer noch kreischen. Die vier müssen lachen und Bill schaut lachend zu Kelly, die zusammen mit den anderen Freunden, Bekannten und Familienmitgliedern unten in den ersten beiden Reihen sitzt und auch lacht.

„Pscht!“, macht Bill ins Mikrofon und nach und nach wird es wieder leise im Kino, sodass er jetzt anfangen kann zu reden: „Hi! Schön, dass ihr alle da sei. Es ist toll, euch alle wieder zu sehen. Ihr glaubt gar nicht, wie sehr ich und auch die anderen drei Jungs das in den letzten Monaten vermisst haben. Euch alle zu sehen. Es ist schön zu sehen, dass ihr alle uns trotz allem die Treue gehalten habt.“

Wieder kreischen die Fans, was sich aber schnell wieder legt, und Bill kann fortfahren: „Ihr alle wisst, was in den letzten Monaten zum plötzlichen Ausfall von Tokio Hotel geführt hat. Ich denke, ich kann sagen, dass es für uns alle ein Schock war, doch ich habe mir gleich geschworen zu kämpfen. Für meine Familie, meine Freunde und auch für all unsere Fans dort draußen.“

Ein Kreischen geht durch den Saal, das auch vorerst nicht wieder aufhört. Die Jungs schütteln nur grinsend den Kopf. Erst als Saki mit den Händen nach unten deutet und sich den Finger auf den Mund legt, wird es wieder ruhig. „Es war ziemlich schwer, wie ihr auch gleich während dem Film sehen werdet. Er wird euch meinen Weg und den der Leute in meiner Umgebung zeigen.

Wir haben zwei Tage nach der Diagnose begonnen zu filmen und erst ein paar Tage nach Toms und meinem Geburtstag damit aufgehört. Ihr werdet also den kompletten Weg sehen, mit all der Freude und den Tränen. Das Ganze wird in etwa 90 Minuten dauern.“ Georg zieht Bills Hand mit dem Mikro zu sich hin: „Und ich muss dazu sagen, dass das alles von Bill selber erstellt wurde und er alles selber geschnitten und zusammen gestellt hat. Die DVD ist Bills Verdienst“, sagt er und lässt die Hand wieder los.

Bill lacht: „Dank dir, Georg!“ Dann schaut er wieder nach vorne: „Aber bevor wir beginnen, möchte ich mich gerne bei ein paar Leuten bedanken, die mir die ganze Zeit zur Seite gestanden haben. Als Erstes natürlich bei den Jungs. Sie waren die ganze Zeit über an meiner Seite und haben mir beigestanden. Auch wenn ich mal richtig schlecht drauf war vor Schmerzen, haben sie mich ertragen, was nicht jeder ausgehalten hat. Viele haben die Flucht ergriffen und sind erst wieder gekommen, wenn es mir besser ging. Vielen Dank, Jungs! Ohne euch hätte ich das bestimmt nicht geschafft.“

Bill umarmt die drei und redet dann weiter: „Außerdem möchte ich mich gerne bei Saki bedanken. Auch er war die ganze Zeit über für mich da. Tag und Nacht und er hat immer wieder versucht mich von all dem abzulenken. Und wenn es nur mit einem McDonalds-Besuch war. Vielen Dank an unseren Bandpapa!“, grinst Bill und umarmt auch Saki kurz.

Dann deutet er auf seine Mutter und seine Großmutter, die beide unten bei Kelly sitzen: „Meine Mutter und meine Oma, sie haben neben meinem Bett gesessen und mir zugehört. Danke, ihr zwei! Ich liebe euch!“


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